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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-11444
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/1144/


Weisswange, Jan-Phillipp

Der sicherheitspolitische Entwicklungsprozeß der Bundesrepublik Deutschland 1990-2002 : neue Orientierungen einer euro-atlantischen Sicherheitskultur

German security policy 1990-2002 : new orientations in an european-atlantic security culture

Dokument1.pdf (1.536 KB) (md5sum: 51f235f71a7944e4aa740ed07c5054c1)

Kurzfassung in Deutsch

Die Dissertation untersucht den deutschen sicherheitspolitischen Entwicklungsprozeß von der Wiedervereinigung bis zu den Verteidigungspolitischen Richtlinien vom 21. Mai 2003. Jahrzehntelang prägten der Vorrang des Atlantischen Bündnisses, die Landesverteidigung, die Allgemeine Wehrpflicht und die Innere Führung mit ihrem Leitbild des "Staatsbürgers in Uniform" die deutsche Sicherheitskultur. Die post-cold-war-era brachte massive Neuorientierungen. Die in Zahl und Intensität gesteigerten Auslandseinsätze gingen einher mit einer fortgesetzten Reduzierung der Streitkräfte, dem Bedeutungsverlust der Allgemeinen Wehrpflicht, der Schwächung der Inneren Führung mit ihrem Leitbild des "Staatsbürgers in Uniform". Der Atlantik wurde nicht zuletzt durch den Golfkrieg 2002/2003 breiter.
Angesichts einer regelrechten "Salamitaktik" fehlt paradoxerweise bis heute eine ernsthafte, breit angelegte sicherheitspolitische Diskussion. Überspitzt formuliert, wich die deutsche sicherheitspolitische "Kultur der Zurückhaltung" einer "(Un-)Kultur des Desinteresses.


Kurzfassung in Englisch

The dissertation examines the changes in German security policy, polity and politics during the post-cold-war-era. For centuries, Germany's security culture was determined by the priority of NATO, homeland-defense, compulsory military service and the concept of the "Innere Fuehrung" including its ideal of the "citizen in uniform". Starting in 1990, nearly every aspect has changed now. Though the number and intensity of military missions did increase, the military structures, the compulsory military service, the ideal of the citizen in uniform were weakened. Even the transatlantic partnership faced massive disharmonies during the Gulf War 2002/2003.
The German political and military leaders did neglect a widely public discussion about the interests and ideals of German security policy. Meanwhile, the German "culture of reticence" obviously has changed to a "(non-)culture of lack of interest".


SWD-Schlagwörter: Deutschland / Bundeswehr , Innere Führung , NATO / Alliierter Kommandobereich Europa , Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik , Innere Sich
Freie Schlagwörter (deutsch): Sicherheitskultur , Allgemeine Wehrpflicht , Auslandseinsätze , Erweiterter Sicherheitsbegriff
Freie Schlagwörter (englisch): security culture , compulsory military service , expanded military missions , culture of reticence
Institut: Seminar für Wissenschaftliche Politik
Fakultät: Philosophische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Geschichte
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Kühnhardt, Ludger (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.11.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 03.02.2004
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