Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Eingang zum Volltext

Lizenz

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/1645/


Zettl, Christian

Ideologie oder Pragmatismus? : positions- und leistungsbasierte Sachfragen bei der Bundestagswahl 2002 im Ost-West-Vergleich

Pragmatism or Ideology? : position and performance issues in the 2002 German general elections

Dokument1.pdf (776 KB) (md5sum: 8be120f601c48895d982c5bbcaa5ad70)

Kurzfassung in Deutsch

Aus der Unterscheidung in positions- und leistungsbasierte Sachfragen ergeben sich für die vorliegende Arbeit zwei grundsätzliche Fragestellungen bezüglich der Bundestagswahl vom 22. September 2002. Die erste Frage bezieht sich auf den relativen Einfluss von Positionen und Leistungen auf die Wahlentscheidung der Bundesbürger. Daran anknüpfend ist es interessant zu erfahren, welche Sachfragen genau für die Wähler als wichtig erachtet wurden. Als größter Einflussfaktor gilt seit Mitte der neunziger Jahre der ökonomische Faktor. Jedoch spielen auch andere leistungs- und positionsbasierte Sachfragen, wie Innen- und Außenpolitik, Gerechtigkeit, der Umweltschutz oder die Rechts-Links-Selbsteinstufung, eine Rolle. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage nach Veränderungen des Einflusses von Sachfragen behandelt.
Die zweite forschungsleitende Fragen beschäftigt sich mit den immer noch vorhandenen unterschiedlichen Elektoraten in der Bundesrepublik Deutschland. Auch nach 14 Jahren deutscher Einheit lassen sich diese Unterschiede immer noch deutlich aufzeigen. Angenommen wird, dass durch den geringeren Stellenwert von Parteibindungen in Ostdeutschland Sachfragen- und Kandidatenorientierungen dort einen größeren Einfluss besitzen, als in Westdeutschland. Zu beobachten ist auch ein Unterschied hinsichtlich der fundamentalen Konfliktlinien beider Landesteile. In Westdeutschland spielte das ökologische Cleavage, neben den klassischen konfessionellen und ökonomischen Konfliktlinien, eine bedeutende Rolle. Im Osten der Republik wird den materialistischen Sachfragen eine größere Bedeutung unterstellt und dem ökologischen fast jede Wirkung abgesprochen. Grund dieser Differenzen ist die unterschiedliche Vertrautheit mit dem Parteiensystem. Das Bild, das dabei von den Wissenschaftlern gezeichnet wird, ist allerdings nicht einheitlich. Die Frage, die sich für die Bundestagswahl 2002 stellt,
ist, ob sich die ostdeutschen Wähler den Westdeutschen Wählern angenähert haben,
oder ob es vor allem bei den positionsbasierten Sachfragen immer noch Unterschiede gibt?


SWD-Schlagwörter: Bundestagswahl , Wahlverhalten , Issue-Orientierung , Position , Leistungsbewertung
Freie Schlagwörter (englisch): issue , performance , position,
Institut: Seminar für Wissenschaftliche Politik
DDC-Sachgruppe: Geschichte
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 01.04.2005
Indexliste