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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-17042
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/1704/


Waegeningh, Sandra van

Effekte einer regionalen Sympathikolyse mittels thorakaler Periduralanästhesie sowie einer kontinuierlichen Dopamininfusion zur Aufrechterhaltung des mittleren arteriellen Blutdruckes auf die Perfusion und Oxygenierung der Splanchnikusorgane

Effects of regional sympathicolysis by thoracal epidural anesthesia and a continous dopamine infusion which keeps mean arterial blood pressure constant on perfusion and oxygenation of the splanchnic organs

Dokument1.pdf (1.025 KB) (md5sum: e3b9dc62a26ca69e68171c1301813aac)

Kurzfassung in Deutsch

Siebzehn deutsche Hausschweine wurden unter Basisanästhesie aus Ketamin, Flunitrazepam und Vecuronium untersucht. Ein Periduralkatheter wurde bei TH 8 platziert. Es erfolgte die Anlage eines zentralvenösen Katheters und eines pulmonalarteriellen Katheters in der Vena jugularis interna, sowie die Katheterisierung von Arteria femoralis, Vena portae, Vena mesenterica cranialis und Vena hepatica für Blutentnahmen und Druckmessungen. Zur Ermittlung der Blutflüsse wurden Ultraschallmessköpfe um Portalvene, Arteria mesenterica cranialis und Arteria hepatica propria angebracht. Eine Tonometriesonde sowie ein fiberoptischer Katheter wurden im Lumen des Jejunums platziert.
Der Präparationsphase folgte eine 90 minütige Stabilisationsphase. Gemäß eines Randomisierunsplanes wurden die Tiere einer der zwei Studiengruppen (Spontantiere (n = 6) und Dopamintiere (n = 8)oder der Kontrollgruppe (n = 3) zugeordnet. Nach Erhebung des ersten Messstatus wurde den Spontantieren und den Dopamintieren 0,2 ml/kg Bupivacain 0,5% in den Periduralkatheter injiziert. Die Dopamintiere erhielten zusätzlich eine angepasste Dopamininfusion in der Dosierung 8-12 µg/kg/min zur Konstanthaltung des mittleren arteriellen Blutdruckes. 60 und 120 Minuten nach dem Ausgangsstatus erfolgten weitere Messungen. Der mittlere arterielle Blutdruck der Spontantiere fiel durch die durch die Periduralanästhesie induzierte Sympathikolyse ab. Perfusion und Oxygenierung von Leber und Dünndarm änderten sich nicht. Bei den Dopamintieren wurde der mittlere arterielle Blutdruck mittels der angepassten Dopamininfusion auf dem Ausgangswert gehalten. Die Blutflüsse zu Leber und Dünndarm konnten gesteigert werden. Der portalvenöse, der totalhepatische sowie der mesenterialarterielle Blutfluss stiegen an. Entsprechend stieg auch das Sauerstoffangebot zu Leber und Dünndarm sowie die Indozyaningrün-Plasmaverschwinderate. Gleichzeitig wurde aber auch der Sauerstoffverbrauch der Leber größer. Die Gewebesauerstoffpartialdrucke änderten sich über die Versuchsdauer nicht. Der mukosale Kohlendioxidpartialdruck sowie der mukosal-arterielle Kohlendioxidgradient änderten sich zwar nicht signifikant, es war jedoch eine positive Tendenz erkennbar.
Eine regionale Sympathikolyse mittels Periduralanästhesie unter Konstanz des mittleren arteriellen Blutdruckes durch Infusion von Dopamin erhöhte die Perfusion von Leber und Dünndarm. Die Oxygenierung verbesserte sich nicht.


Kurzfassung in Englisch

Seventien German pigs were examined under anesthesia of Ketamin, Flunitrazepam and Vecuromium. An epidural catheter was placed at Th 8. The animals were randomized into on of the two groups: Group 1: epidural anesthesia without dopamine infusion, Group 2: epidural anesthesia and a continuous infusion of dopamine for keeping mean arterial blood pressure constant. A base-line measurement was taken. Injection of 0,2 ml/kg Bupivacain 0,5% into the epidural catheter followed. Group 2 got an additional infusion of dopmaine (8-12µg/kg/min. 60 and 120 minutes after a base-line status further measurements were taken.
The mean arterial blood pressure of group 1 decreased as a result of the sympathicolysis of the thoracal epidural anesthesia. The perfusion and the Oxygenation of liver and gut didn´t change.
In group 2 portal venous, total hepatic and mesenterial perfusion increased. Oxygen delivery to liver and gut increased as well as the indocyanin-plasma-dissapearancerate and the oxygen consumption. Tissue pO2 of Liver and gut didn´t change. Mukosal pCO2, mucosal-arterial gradient of pCO2 didn´t change.
Regional sympathicolysis by epidural anesthesia and constant mean arterial blood pressure by dopamine infusion increased the perfusion of liver and gut. Oxygenation didn´t change.


SWD-Schlagwörter: Epiduralanästhesie , Dopamin , Leber , Dünndarm , Leberperfusion , Oxygenierung , Perfusion
Freie Schlagwörter (englisch): epidural anesthesia , Dopamin , perfusion , oxygenation
Institut: Anaesthesiologische Univ.-Klinik
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Nöldge-Schomburg, Gabriele (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.08.2004
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 31.03.2005
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