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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-2522
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/252/


Hecker, Achim

Übergänge : Metaphysikkritik auf den Spuren Heideggers und Derridas

Dokument1.pdf (1.205 KB) (md5sum: 0a21fb1e2b5ae12ed14000a2cf6e57ad)

Kurzfassung in Deutsch

„Metaphysik ist das Wort (...), vor dem jeder, mehr oder minder, wie vor einem mit der Pest Behafteten davon läuft.“ Selten konnte dieses Verdikt mehr Aktualität beanspruchen als heute, wenn es auch ironischerweise seinen Verkünder, Hegel selbst eingeholt hat. Was sich heute als modernes oder gar postmodernes, jedenfalls zeitgemäßes Denken versteht, hat gebrochen mit eben jener Metaphysik. Stellt man allerdings die Frage, was mit diesem ominösen Kollektivsingular, der nicht ohne Gewalt zweieinhalbtausend Jahre Fragen und Denken zusammenzwängt, eigentlich umfaßt und gemeint sei, so bleibt die Antwort, wo nicht gänzlich geschuldet, dort oft eigentümlich diffus. Ja diese Diffusität steht gar in einem charakteristischen Kontrast zur Eindeutigkeit und Entschiedenheit, mit der die Überwindung gefordert und behauptet wird. Dieser Frage und in eins damit der Frage, wie sich ein nach-metaphysisches Denken konfigurieren könnte, versucht die vorliegende Untersuchung nachzugehen. Ausgang nimmt sie dabei von der signifikanten Tatsache, daß nahezu alle bedeutenden (zumindest kontinentalen) metaphysikkritischen Versuche und Entwürfe von dem Denken Husserls ihren Ausgang nehmen. Diese Konstellation wird als Indiz dafür verstanden, daß Husserls Philosophie im Sinne einer letzten Aufgipfelung metaphysischen Denkens dieses auf eine gewisse Spitze treibt, dabei aber gerade die Spannungen und Frakturen versammelt, die die abendländische Metaphysik immer schon durchzogen. Auf den Spuren von Derrida und Heidegger soll versucht werden, diese Spannungen und Frakturen namhaft zu machen, die Scharnierstellen aufzufinden, in denen sich die Phänomenologie, und die Metaphysik a potiori, in ihren Angeln bewegt und wo sie eventuell aus ihren Angeln zu heben wäre. Als diese erweisen sich unter anderem die Frage nach dem Subjekt, nach der Zeit, nach dem Zeichen, nach dem Sein überhaupt. Von hier aus werden sodann Wege gesucht als Übergänge zwischen der Metaphysik und einem nachmetaphysischen Denken.


SWD-Schlagwörter: Metaphysik , Metaphysikkritik , Husserl, Edmund , Heidegger, Martin , Derrida, Jacques
Freie Schlagwörter (deutsch): Phänomenologie , Zeit , Raum , Spiel , Sein
Institut: Philosophisches Seminar 1
Fakultät: Philosophische Fakultät I (bis Sept. 2002)
DDC-Sachgruppe: Philosophie
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Guzzoni, Ute (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.07.2001
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 28.09.2001
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