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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-25549
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2554/


Böhm, Karsten

Beziehungsgewalt in unverheirateten Partnerschaften

Violence in unmarried relationships

Dokument1.pdf (3.031 KB) (md5sum: f6ada7954f85916251e5ee40cdb14cbc)

Kurzfassung in Deutsch

Gegenstand der vorliegenden Arbeit war die Untersuchung der verschiedenen Formen der Beziehungsgewalt unverheirateter Paare. Es wurden drei Stichproben erhoben: Studierende, Berufsschüler und Straftäter. Der Rahmen der Untersuchung erstreckte sich von den Risikofaktoren der Beziehungsgewalt bis zur Erfassung des Ausmaßes der partnerschaftlichen Gewalt.

Ausgangspunkt der Untersuchung war die Zusammenstellung der bisherigen Forschung zur Beziehungsgewalt, die sich hauptsächlich auf amerikanische Studien stützte. Für die eigene Untersuchung wurde mit den Conflict Tactics Scales 2´ [CTS2] das Ausmaß und die Formen der partnerschaftlichen psychischen, physischen und sexuellen Gewalt sowie der Einsatz der Konfliktstrategie des Verhandelns in der Beziehung erfasst. Die Risikofaktoren der Beziehungsgewalt wurden durch 19 Skalen des Personal and Relationships Profile´ [PRP] untersucht. Zudem wurden als Risikofaktoren auch psychische Beziehungsgewalt selbst und das Alter der Probanden mit in die Untersuchung aufgenommen.

Es zeigte sich, dass eine substanzielle Anzahl von partnerschaftlichen Gewalthandlungen von den befragten Studierenden, Berufsschülern und Straftätern berichtet wurde. Dabei überwogen die leichteren Formen der psychischen, physischen und sexuellen Gewalt. Frauen unterschieden sich nicht von den Männern in der Angabe von körperlicher Gewaltanwendung in der Partnerschaft. Bei vermehrtem Vorliegen der psychischen Gewalt kamen auch mehr physische Gewalthandlungen vor. Als wichtige Risikofaktoren psychischer Gewalt konnten Kommunikationsprobleme, männliche Dominanz in der Partnerschaft, physische Gewalterfahrungen in der Kindheit und Symptome der Borderline Persönlichkeit identifiziert werden. Zu sexueller Gewalt wurden nur geringe oder vereinzelte Zusammenhänge gefunden. Bei der physischen Beziehungsgewalt zeigten sich u.a. relevante Zusammenhänge zur Antisozialen Persönlichkeit, Borderline Symptomen, Substanzmissbrauch. Kommunikationsproblemen und dem Auftreten psychischer Beziehungsgewalt. Die Modelleinteilung der Risikofaktoren in psychopathologische, psychologische und soziale Faktoren zur Vorhersage physischer Beziehungsgewalt konnte nicht bestätigt werden. Dagegen fanden sich aussagekräftige Modelle, wenn wie in der Vorstudie postuliert, alle Risikofaktoren in die logistischen Regressionen einbezogen wurden.

Schlüsselwörter: psychische, physische und sexuelle Beziehungsgewalt, Studentenstichprobe, Berufsschüler, Straftäter, Inzidenzraten, Risikofaktoren


Kurzfassung in Englisch

Dating violence in German Students, trainings and offenders. Riscfactors and incidences.


SWD-Schlagwörter: Gewalt , Gewaltkriminalität , Häusliche Gewalt , Aschaffenburg / Frauen gegen Gewalt
Freie Schlagwörter (deutsch): Beziehungsgewalt , psychische , physiche , sexuelle Gewalt
Freie Schlagwörter (englisch): Violence , unmarried relationships , dating
Institut: Institut für Psychologie
Fakultät: Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftliche Fakultät
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Kury, Helmut (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.07.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 20.07.2006
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