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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-27617
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2761/


Vogt, Steffen

Towards an Antarctic spatial data infrastructure : the SCAR King George Island GIS project as a model framework to integrate and redistribute inaccurate and incomplete spatial data

Beiträge zu einer Geodateninfrastruktur für die Antarktis

Dokument1.pdf (16.020 KB) (md5sum: 1b4b107840c125af9afff757b9923875)

Kurzfassung in Englisch

The concept of spatial data infrastructures is applied to King George Island, Antarctica. This island is one of the most populated places in Antarctica. Permanent research stations of nine different countries, a runway on ice free ground and major tourism activities have a strong impact on the fragile ecosystems of the island. There is a lack of coordination of activities between the stations and almost no joint environmental management. The Scientific Committee on Antarctic Research has established the King George Island GIS Project to provide an integrated topographic database as a consistent geographic reference for use by all countries and all scientific disciplines and to support environmental management.

Using this project as a testbed components required for the emerging Antarctic Spatial Data Infrastructure have been developed and tested. It had to be evaluated if such components could successfully be implemented in the context of a variety of data types and data producers, the broad range of user communities and use cases, and the complex political and institutional framework. If successful in the context of King George Island then these components can be expected to be successful in the wider context of Antarctica

The list of components based on ISO TC211 standards and specifications from the OpenGeospatial Consortium includes the SCAR Feature Catalogue for consistent semantics, the identification, definition and construction of framework data sets, an advanced gazetteer that can be used for geolocation services in large scale applications, and geospatial web services for portrayal of and access to geospatial data.


Kurzfassung in Deutsch

In dieser Arbeit wird das Konzept einer Geodateninfrastruktur auf das Management raumbezogener Daten von King George Island, South Shetland Islands, Antarktis angewandt. Dabei wird überprüft, ob sich Komponenten einer Geodateninfrastruktur auch in einem Umfeld bewähren, in dem mit Blick auf die zu verwaltenden raumbezogenen Daten der Umgang mit unvollständigen und ungenauen Daten im Vordergrund steht.
King George Island ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Antarktis. Forschungsstationen von neun verschiedenen Ländern, eine Landebahn auf eisfreiem Grund und reger Tourismus üben einen starken Druck auf die natürlichen Ökosysteme aus. Zwischen den Stationen gibt es wenig Koordination und bisher kaum gemeinsames Umweltmanagement.
Das Scientific Committee on Antarctic Research hat deshalb das King George Island GIS Projekt ins Leben gerufen, um für die Koordination der Aktivitäten auf der Insel eine einheitliche, raumbezogene Datengrundlage zur Verfügung zu stellen. Dafür wurden Daten verschiedenster Provenienz gesammelt und integriert.
Für das Projekt wurden exemplarisch Komponenten entwickelt und getestet, die von SCAR für eine Geodateninfrastruktur Antarktis (AntSDI) benötigt werden. Zu überprüfen war, ob sich diese Bausteine im bezogen auf Datenproduzenten und Datentypen, Nutzer und Anwendungsfälle, sowie die politischen und institutionellen Rahmenbedingungen komplexen Umfeld von King George Island bewähren würden. Denn dann sollten diese Bausteine in ähnlicher Form auch für die gesamte Geodateninfrastruktur Antarktis verwendbar sein.
Zu den auf ISO TC211-Normen und den offenen Spezifikationen des OpenGeospatial Consortium basierende Bausteinen gehört der SCAR Feature Catalogue für eine einheitliche Semantik der Daten, die Definition und Erzeugung von Referenzdatensätzen, ein erweitertes Ortsnamenverzeichnis geeignet als Lagebezug für großmaßstäbige Anwendungen, und nicht zuletzt Geowebdienste für die Darstellung von und für den Zugriff auf die raumbezogenen Daten.
Die KGIS Datenbank konnte im Sinne einer Geodateninfrastruktur aufgebaut werden, für die semantischen Integration hat sich der SCAR Feature Catalogue gut bewährt, Geodatendienste als Komponenten für eine dienstezentrierten Architektur wurden implementiert, und ein erweiterter Gazetteer mit genauen Positionsangaben und einem semantisch reichen Inhaltsmodell wurde konstruiert.
Diese erste Phase des Projektes war von einer datenzentrierten Sicht geprägt (First Generation SDI) und ist erfolgreich abgeschlossen. In Zukunft werden die Nutzer der Daten und Dienste mehr in den Vordergrund rücken müssen, um die Infrastruktur dynamisch an die Bedürfnisse der Forschung und des Umweltmanagements anpassen zu können (Second Generation SDI).


SWD-Schlagwörter: Antarktis , Geoinformationssystem
Freie Schlagwörter (deutsch): Geodateninfrastruktur
Freie Schlagwörter (englisch): Antarctica, King George Island, Spatial Data Infrastructure
Institut: Institut für Physische Geographie
Fakultät: Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Geowissenschaften, Geologie
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Goßmann, Hermann (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.12.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 08.12.2006
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