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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-28634
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2863/


Fischer, Ikarus

Abklärung von Mammaläsionen mit verschiedenenBiopsiemethoden und Korrelation mit radiologischenVerdachtsdiagnosen : eine retrospektive Studie

Clarification of breast lesions with different biopsy methods and correlation with radiological diagnosis : a retrospective study

Dokument1.pdf (4.868 KB) (md5sum: 8628a2954faa31d32fdf431441c2c97c)

Kurzfassung in Deutsch

In dieser Arbeit wurde eine retrospektive Aufarbeitung der Ergebnisse von 1359
Mammabiopsien und der vorhergehenden radiologischen Verdachtsdiagnosen
durchgeführt. Alle Biopsien wurden am Universitätsklinikum Freiburg im Zeitraum
Juni 2000 bis Juni 2004 durchgeführt. Das durchschnittliche Alter der Patienten lag
bei 58 Jahren (Median 58 Jahre; Alterspanne 13-93 Jahre).

Diese 1359 Biopsien teilen sich auf in 799 Feinnadelaspirationszytologien (FNAC),
370 Drahtmarkierungen, 112 Vakuumstanzbiopsien und 78 Stanzbiopsien. Es
wurden insgesamt 308 Karzinome gefunden, was 25% aller Biopsien entspricht.
Die Aufarbeitung und Klassifizierung aller histologischer Befunde ergab, dass die
malignen Tumore zum überwiegenden Teil invasiv duktale Karzinome (154 von 656;
23%) waren, gefolgt von duktalen in situ Karzinomen (57 von 656; 9%). Der häufigste
benigne Befund unter den histologischen Befunden war die fibrozystische
Mastopathie mit einem Anteil von 37% (241 von 656).
Das höchste maligne-benigne Verhältnis unter den einzelnen Biopsiemethoden liegt
bei den Drahtmarkierungen und den Stanzbiopsien (1 zu 1,3 bzw. 1 zu 1,2). Die
Vakuumstanzbiopsie und die FNAC wiesen deutlich geringere Karzinomanteile (m-b:
1 zu 6 bzw. 1 zu 8) auf.

Weiterhin wurde die Malignitätsrate der vorhergehenden radiologischen BIRADS
Verdachtskategorien ermittelt. So waren von 701 BIRADS III Verdachtsdiagnosen
5% maligne Tumore. Von 340 BIRADS IV Verdachtsdiagnosen waren 30% maligne
und 203 BIRADS V Verdachtsdiagnosen hatten zu 87% einen malignen Befund.
Der Anteil der falsch negativen Verdachtsdiagnosen an der Gesamtheit lag bei 2 %.
Von den radiologischen Verdachtsdiagnosen sind 19% als falsch positive anzusehen.
Die damit ermittelte Sensitivität der den Biopsien vorhergehenden radiologischen
Diagnostik lag bei 89% und die Spezifität bei 73%.

Die gefundenen Ergebnisse verdeutlichen, dass durch minimal invasive Biopsiemethoden
bei vielen der BIRADS III und IV Diagnosen eine Operation vermieden
werden konnte, da sich ihre Befunde als benigne erwiesen. Außerdem wurde die
immense Bedeutung einer durchgängigen Klassifikation der Biopsien in BIRADS
Kategorien für das Qualitätsmanagement aufgezeigt. Der radiologisch-histologischen
Korrelation kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu.


Kurzfassung in Englisch

“Clarification of breast lesions with different biopsy methods and correlation with radiological diagnosis – a retrospective study ”

research work on radiological-histological correlation of breast mammography results during the years 2000-2004 at the Department of Radiology, University hospital of Freiburg.


SWD-Schlagwörter: Mammographie , Mamma , Mikroverkalkung
Freie Schlagwörter (deutsch): BIRADS
Freie Schlagwörter (englisch): BIRADS , Breast
Institut: Radiologische Univ.-Klinik
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Langer, Mathias (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.11.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 08.02.2007
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