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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-28869
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2886/


Krockenberger, Matthias

Ilakaka - Hauptstadt des Saphirs : eine politisch-ökologische Untersuchung des Saphirbergbaus in Madagaskar

Ilakaka - capital of the sapphire : a political ecological approach to sapphire mining in Madagascar

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Dokument1.zip (95,488 KB) (Video-Clip (MPEG1)) (md5sum: 8aada46a2f9dc3b0c82eeef453f95cf4)

Kurzfassung in Deutsch

Die Entdeckung bedeutender Saphirvorkommen im Südwesten Madagaskars führte 1998 zu massiven Migrationsbewegungen. Die bis dahin weniger als hundert Einwohner zählende Siedlung Ilakaka wuchs innerhalb von 18 Monaten auf über 10 000 Einwohner, drei Jahre später gingen Schätzungen von 100 000 bis 200 000 Personen in der näheren Umgebung aus. Zahlreiche Migranten aus allen Teilen des zu den least developed countries zählenden Entwicklungslandes strömten dorthin, um ihr Glück in diesem neuen 'El Dorado' zu versuchen. Gleichzeitig ließen sich ausländische Händler vor Ort nieder, um die Rohware aufzukaufen. Die Förderung der Edelsteine erfolgt mit einfachsten Mitteln, wobei Arbeitsunfälle ein hohes Risiko darstellen. Die Folgen des Saphirbergbaus zeigen sich sowohl in massiven Umweltveränderungen als auch in gesellschaftlichen Prozessen. Dem politisch-ökologischen Ansatz entsprechend geht es darum zu ergründen, welche Akteure auf verschiedenen räumlichen Maßstabsebenen mit welchen Interessen in den Saphirbergbau und -handel involviert sind. Dabei wird einerseits auf Zentren des internationalen Edelsteinhandels und der Edelsteinbearbeitung eingegangen, andererseits wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Förderung wertvoller Rohstoffe zu einer Verbesserung der Lebensqualität beiträgt, und in welchem Maß insbesondere auf lokaler Ebene zunehmende Marginalisierung und Verwundbarkeit drohen.


Kurzfassung in Englisch

The discovery of important sapphire deposits in the Southwest of Madagascar in 1998 caused major flows of migration. The settlement of Ilakaka, which had until then counted less than a hundred inhabitants, grew to more than 10 000 people within 18 months. Three years later, 100 000 to 200 000 people were estimated to live in the area in and around Ilakaka. Many migrants from all parts of the least developed country moved there to try their luck in this new 'El Dorado'. At the same time, foreign traders opened shops on the ground to buy the rough gemstones. The mining of the gemstones is carried out with the most basic means. Due to this, there is a grave risk of accidents. The consequences of mining can be seen in environmental change as well as social processes. Using the framework provided by the political ecology approach, a special focus is on the various actors involved in sapphire mining and trade and on their particular interests.
One main set of questions concerns the international centres of gemstone trade and processing. The other focus is on the question in how far the extraction of precious resources contributes to improvements in the quality of life and to which extent the situation on the local level is characterised by an increase in marginalisation and vulnerability.


SWD-Schlagwörter: Entwicklungsforschung , Politische Ökologie , Bergbau , Madagaskar , Saphir
Freie Schlagwörter (deutsch): Akteursanalyse, Edelsteine , Edelsteinhandel , Marginalisierung
Freie Schlagwörter (englisch): political ecology , sapphire , gemstone , marginalisation
Institut: Institut für Kulturgeographie
DDC-Sachgruppe: Geowissenschaften, Geologie
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 21.02.2007
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