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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-29519
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2951/


Hermeneit, Sonja Christina

Krankheitsverlauf und Prädiktoren der "Mild Cognitive Impairment" (MCI)

Outcome and predictors of "Mild Cognitive Impairment" (MCI)

Dokument1.pdf (1.018 KB) (md5sum: 78dcf8c2e6bf545196e34a4d08549013)

Kurzfassung in Deutsch

Einleitung: Die "Mild Cognitive Impairment" definiert einen krankhaften Zustand bei älteren Menschen mit subjektiv und objektiv über das durchschnittliche Ausmaß hinausgehenden Gedächtnisstörungen, ohne dass dadurch die alltäglichen Aktivitäten mehr als gering beeinträchtigt werden. Trotz einiger Studien zu diesem Thema ist noch weitgehend unklar, welche Bedeutung das Krankheitsbild insbsondere für die Früherkennung einer späteren Demenz, hat. Ziel der vorliegenden Studie war es daher, den Verlauf eines genau definierten MCI-Patientenkollektivs zu verfolgen und Parameter zu finden, die den Verlauf vorhersagen können.
Methode und Krankengut: Zu diesem Zweck wurden die Daten einer Erstuntersuchung und einer oder mehrerer Nachuntersuchungen nach mindestens einem Jahr mittels standardisierter neuropsychologischer Tests von 117 MCI-Patienten einer Spezialambulanz eines Klinikums der Maximalversorgen erfasst und insgesamt sowie in drei Gruppen mit unterschiedlich engen Definitionen analysiert (MCI-alle, MCI-amnestic, MCI-andere).
Ergebnisse: Es wurden vergleichbar hohe absolute Konversionsraten zu Demenzen von 25% nach 1,5 Jahren und 34 bis 35% nach 2 Jahren bei einem durchschnittlichen Nachbeobachtungszeitraum von 1,6 bzw. 1,7 Jahren gefunden. Die annualisierten Konversionsraten lagen je nach Definition zwischen 28 und 30%. Die überwiegende Mehrzahl der Patienten mit Konversion zeigte eine Konversion hin zur Alzheimer-Demenz.
Patienten mit späterer Konversion zeigten in der Mini Mental State Examination (MMSE) sowie bei dem Spätabruf-Test der Konstruktiven Praxis schlechtere Ausgangswerte, als Patienten, die sich im Verlauf besserten oder stabil blieben. Signifikant unterschiedliche Häufigkeitsverteilungen für spätere Konversion bzw. spätere Stabilität zeigten auch die Angaben „Führendes Symptom bei Erstuntersuchung“ und „Einnahme von Antidementiva“.
Fazit: Bei der MCI handelt es sich vor allem um einen Risikofaktor der Alzheimer-Demenz. Eine größere Restriktivität der Definition der MCI hat in unserer Studie keine höhere Konversionsrate zur Folge gehabt. Als Prädiktoren scheinen insbesondere Spätabruf-Tests sowie die MMSE geeignet zu sein.


Kurzfassung in Englisch

Introduction: "Mild Cognitive Impairment" is definded as a disease in elder people, that can be diagnosed by subjective and objective cognitive decline without significant influence on the activities of daily living. Several studies have been carried out, but until now the importance of MCI for an early diagnose of dementia is still unclear. Therfore this study aimed on following up an exactly defined collective of MCI-patients and finding predictors for the outcome.
Method: We collected the data of basic and follow-up examinations after at least one year of 117 MCI patients of a special memory-clinic at a universal hospital. The examinations contained several standardized neuropsychological tests. The data have been analyzed in three different groups with different definitions (MCI-all, MCI-amnestic, MCI-others).
Results: In comparison with other studies we found high abolsute conversion rates to dementia of 25% in 1,5 years and 34 to 35% in 2 yeras. The averge intervall between basic and follow-up examination was 1,6 to 1,7 years. The annual conversion rate was between 28 and 30%. Most of the patients, that showed a conversion to dementia, developped an Alzheimer´s disease. Patients with later conversion did worse in the Mini Mental State Examination (MMSE) and in the late test of constructive praxis at the basic examination than patients that stayed stable. Futhermore they showed significantly other histograms concerning the “Leading syptome at basic examination” and “ Takind antidementive medication”.
Conclusion: MCI has shown to be a risk factor for the development of an Alzheimer´s disease. In our study more restictive definitions of MCI showed no higher conversion rate. As predictors for a conversion late tests and MMSE seem to be useful.


SWD-Schlagwörter: MCI , Alzheimer-Krankheit , Demenz , Krankheitsverlauf , Neuropsychologischer Test
Freie Schlagwörter (englisch): MCI, Alzheimer´s disease, Outcome, neuropsyhological test
Institut: Neurochirurgische Univ.-Klinik
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Schmidtke, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.11.2006
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 18.04.2007
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