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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-30776
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3077/


Gaggl, Mirjam

MRT-gestützte Quantifizierung der glaukomatösen Optikusatrophie

Quantification of glaucomatous optic atrophy by MRI

Dokument1.pdf (4.375 KB) (md5sum: f924c2d791d78726030c730766f6116e)

Kurzfassung in Deutsch

Ziel dieser Studie war es, die Dicke der retrobulbären Nervi optici bei Patienten mit Glaukom und bei gesunden Probanden im MRT zu untersuchen und die Ergebnisse mit den bisher in der Glaukomdiagnostik etablierten Verfahren zu vergleichen. Methode: 47 Glaukompatienten mit unterschiedlicher Ausprägung der Erkrankung und 9 gesunde Probanden wurden mit einem 3Tesla MRT und einer 8-Kanal phased-array Kopfspule untersucht (Magnetom Trio, Siemens, Erlangen). Für die Optikusmorphometrie wurden ultraschnelle HASTE-Sequenzen mit einer Ortsauflösung von 0,45×0,49 mm2 bei 3mm Schichtdicke genutzt.

Die mittels MRT gemessenen retrobulbären Sehnervendurchmesser wurden mit den Untersuchungsergebnissen der folgenden Verfahren verglichen:

Automatische Perimetrie (OCTOPUS 101)
Heidelberg Retina Tomographie (HRT)
Nervenfaseranalyse (GDx)
Optische Kohärenz Tomographie (OCT)

Die statistische Auswertung erfolgte durch Berechnung der Pearsons Korrelationskoeffizienten sowie Durchführung einer Regressionsanalyse. Ergebnis: Es zeigte sich eine generelle Abnahme des Querschnitts des Nervus opticus von distal nach proximal. Der anteriore Teil des Sehnervs war im Mittel 3,18mm dick (SD 0,24mm), der mittlere 2,59mm (+/- 0,26) und der posteriore 2,44mm (+/- 0,24). Die Größe des Variationskoeffizienten schwankte dabei in Abhängigkeit vom untersuchten SN-Abschnitt sowie vom Schweregrad der glaukomatösen Optikusatrophie. Der Variationskoeffizienten lag bei der anterioren Messung bei 7,46%, bei der mittleren 10,07% und bei der posterioren 10,11%. Die Signifikanz der Abnahme des SN-Durchmessers beim Glaukom im Vergleich zu gesunden Probanden nahm nach proximal hin zu. Die MRT Messwerte für die mittlere und posteriore Sehnervendicke zeigte mit 0,62 bzw. 0,63 einen hohen Korrelationskoeffizienten im Vergleich mit dem mittleren Defekt aus der automatisierten Perimetrie, nach der auch die Stadieneinteilung des Glaukoms erfolgt. Die Werte waren statistisch hoch signifikant (p<0,01). Schlussfolgerung: Die Messung der Sehnervendicke in der 3T-MRT erwies sich als eine sehr sensitive und nicht-invasive Methode, die es erlaubt, in kurzer Untersuchungszeit den retrobulbären N. opticus bei Glaukompatienten zu beurteilen. Der Nervenfaserverlust spiegelt sich in der Abnahme des Durchmessers des Nervus opticus wieder. In einer fortführenden Studie soll geklärt werden, ob sich der Nervenfaserverlust auch mit Fiber Tracking nachvollziehen lässt.


Kurzfassung in Englisch

Quantification of glaucomatous optic atrophy: Retrobulbar optic nerve diameter measured by high speed magnetic resonance imaging (MRI) in comparison to static perimetry (SP), scanning laser tomography (SLT), scanning laser polarimetry (SLP), and optical coherence tomography (OCT)

Purpose:
1) To evaluate the diameter of the retrobulbar optic nerve as a surrogate marker for axonal atrophy using a newly developed MRI sequence (HASTE).
2) To analyse how retrobulbar diameters compare to other axonal measures.
3) To further describe the structure-function relationship in glaucoma.

Methods:
Nine normal subjects (mean age 54 years) and 38 glaucoma patients (mean age 64 years) without any other eye, orbital or CNS disease were examined with 5 methods:
• MRI (Trio, Siemens, Germany; HASTE-Sequence at 3 Tesla)
• Automated perimetry (OCTOPUS 101)
• Scanning laser ophthalmoscopy (HRT)
• Nerve fibre analysis (GDx)
• Optical coherence tomography (OCT)
Statistical analysis was performed with SAS 9.1 using PROC CORR for Pearsons correlation matrix, PROC FACTOR for factor analysis and PROC REG for multilinear regression analysis with SP as the dependent variable.

Conclusion: Among the morphologic measures, Stratus OCT and GDxVCC correlated highest with the visual field parameter MD (mean defect). However, the diameter of the optic nerve correlated just slightly lower with MD and may thus be a useful marker for axonal loss as well. If applied, the diameter should be determined in the orbital apex and not directly behind the eye. A combination of morphologic measures enhances the correlation with functional measures.


SWD-Schlagwörter: Glaukom , NMR-Tomographie , Optikusatrophie , Sehnerv
Freie Schlagwörter (deutsch): ultraschnelle HASTE-Sequenz, 3 Tesla-Trio-MRT, GDx, OCT, HRT
Institut: Univ.-Augenklinik
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Lagrèze, Wolf-Dietrich A. (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.06.2007
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 26.06.2007
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