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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-30970
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3097/



Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Mülhaupt, Rolf (Red.); Meisen, Stefanie (Red.); Falk, Leonhard (Gestaltung [und Bibliogr.])

Jahresbericht 2004 / Freiburger Materialforschungszentrum

Annual Report 2004 / Freiburg Materials Research Center

Dokument1.pdf (33.699 KB) (md5sum: 8d9818ddf8819e2dfdd6c67c3cd6ef25)

Kurzfassung in Deutsch

Getragen von den drei Fakultäten Physik, Ange-
wandte Wissenschaften und Chemie, Pharmazie und
Geowissenschaften betreibt das FMF seit nunmehr
15 Jahren, als eine Zentrale Einrichtung der Albert-
Ludwigs-Universität Freiburg, fach- und fakultätsü-
bergreifend anwendungsnahe Grundlagen- und ziel-
orientierte Auftragsforschung im Bereich neuer Ma-
terialien und materialbezogener Technologien. 1999
wurde mit der Gründung des Freiburger Material- und
Medizinforschungsverbund (FM&M), einer Initiative
des FMF, zusätzlich ein neues Forum für Materialwis-
senschaftler und Mediziner etabliert.

Im FMF sind alle beteiligten Forschungsbereiche
vernetzt. Es werden Schlüsselkomponenten entwi-
ckelt und die Umsetzung vom Labormaßstab in die
industrielle Praxis vollzogen. Neue Struktur – und
Funktionsmaterialien mit maßgeschneiderten Eigen-
schaften für die verschiedensten Anwendungen sind
weltweit gefragt.
Materialverbunde und Polymere Werkstoffe als struk-
turtragende Konstruktionsmaterialien werden so ver-
ändert, dass bei Einsparungen des Gewichts gleich-
zeitig die Beständigkeit gegen thermische, chemische
und mechanische Beanspruchung verbessert wird.
In den Bereichen Sensorik, medizinischer Diagnos-
tik, Bioanalytik (-technologie), Elektro-Optik, (So-
lar) Energietechnik und Mikrosystemtechnik können
elektrische, magnetische, thermische, chemische
und optische Eigenschaften von organischen und an-
organischen Materialien gezielt variiert werden, um
bestimmte spezifische Lösungen zu realisieren. Neue
Präparationsverfahren und Methoden zur Herstellung
von Nanopartikeln, deren Derivate und Komposite
führen zu neuen Anwendungsgebieten in der Diag-
nostik und Analytik.
Ergänzt werden die Methoden der Herstellung durch
elektrische und optische Charakterisierungsverfah-
ren und weiterer im FMF entwickelter, ausgereifter
Techniken: z.B. der Modifizierung und Strukturierung
von Oberflächen entweder durch das kontrollierte
Aufbringen dünner Schichten in einer Clusterquelle,
oder durch die Anwendung eines SECM oder mittels
modernster Reinraumtechnologie. So können struk-
turell, chemisch und physikalisch maßgeschneiderte
anorganische und polymere neue Materialsysteme
entstehen.

Das FMF fördert den Brückenschlag zwischen den In-
stituten der Albert-Ludwigs-Universität, den EUCOR-
Universitäten, den in Freiburg ansässigen Instituten
der Fraunhofer-Gesellschaft sowie der nationalen
und internationalen Industrie. Die wissenschaftliche
Leistungen und Finanzen sind transparent und wer-
den vom Kuratorium überprüft.

Studenten/innen und Doktoranden/innen lernen hier
frühzeitig Methoden der interdisziplinären Material-
forschung kennen. Das FMF betreute 2004 304 Mit-
arbeiter, davon 257 Doktoranden/innen.

Aktiv waren 20 wissenschaftliche Mitglieder (4 asso-
ziierte) am FMF tätig, deren Forschungsthemen sich
in die sechs Bereiche gliedern lassen:

• Anorganische Materialien und Halbleiter
• Cluster und dünne Schichten
• Elektroaktive Materialien und Sensoren
• Makromolekulare Materialien
• Biomedizin, Umwelt und Energie/FM&M
• Statistische Datenanalyse

Um in dieser dynamischen Struktur eine effiziente
Nutzung von Großgeräten sicherzustellen, werden
diese von fünf Servicegruppen betreut, die wissen-
schaftliche Methoden pflegen und weiterentwickeln.
Die Servicegruppen bieten Dienstleistungen in den
folgenden Bereichen an:

• Scale-up
• Rheologie und Polymerverarbeitung
• Oberflächen- und Grenzflächenanalytik
• Materialcharakterisierung u. Detektortechnologie
• Wissenschaftliche Informationsverarbeitung

Es bleibt der Wunsch, dass wir auch in der Zukunft
die uns gestellten Aufgaben als Herausforderung be-
greifen und als Anreiz, einmal mehr das Beste dafür
zu leisten. Unser Dank gebührt allen Mitarbeitern und
Mitarbeiterinnen, die alle mit ihrem hohen Engage-
ment, ihrer Kreativität und Kooperationsbereitschaft
wesentlich zum Erfolg des FMF beigetragen und die
Vision des FMF mit Leben erfüllt haben.


„Erfolg hat nur, wer etwas tut, während er auf den Er-
folg wartet“

Thomas Alva Edison (1847 – 1931)


SWD-Schlagwörter: Datenanalyse , Dienstleistung , Energie , Nanotechnologie
Freie Schlagwörter (deutsch): Materialforschung , Makromolekulare Chemie , Polymerverarbeitung , Oberflächenanalyse , Detektortechnologie
Institut: Freiburger Materialforschungszentrum
DDC-Sachgruppe: Technik
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Jahresbericht / Freiburger Materialforschungszentrum
Band Nummer: 2004
Sprache: Mehrsprachig
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 16.07.2007
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