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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-30989
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3098/



Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Mülhaupt, Rolf (Red.); Meisen, Stefanie (Red.); Falk, Leonhard (Gestaltung [und Bibliogr.])

Jahresbericht 2003 / Freiburger Materialforschungszentrum

Annual report 2003 / Freiburg Materials Research Center

Dokument1.pdf (39.481 KB) (md5sum: 1eb4a6d77da32171ea8784f77453e945)

Kurzfassung in Deutsch

Breit angelegte wissenschaftliche Denk- und Ar-
beitsweisen kombiniert mit anwendungsorientierter,
interdisziplinärer und fachübergreifender Grundla-
genforschung erfordern gebündelte Ressourcen und
Praxisnähe. Diese Vision war die 1987 Grundlage
eines gemeinsamem Memorandums zur Gründung
des Freiburger Materialforschungszentrums. Die Ein-
richtung des Zentrums erfolgte im März 1990 durch
das Land Baden-Württemberg.

Wissenschaftliche Leistungen und Finanzen sind
transparent und werden vom Kuratorium überprüft.

Getragen von den drei Fakultäten Chemie, Pharma-
zie und Geowissenschaften; Physik und Angewandte
Wissenschaften, betreibt das FMF seit nunmehr 14
Jahren, als eine Zentrale Einrichtung der Albert-
Ludwigs-Universität Freiburg, fach- und fakultätsü-
bergreifend anwendungsnahe Grundlagenforschung
im Bereich neuer Materialien und materialbezogener
Technologien. 1999 wurde mit der Gründung des
Freiburger Material- und Medizinforschungsverbund
(FM&M), einer Initiative des FMF, ein neues Forum
für Materialwissenschaftler und Mediziner etabliert.
Schwerpunkte sind neue Materialien, Diagnostik und
Arzneistoff-Freisetzung.

Das Zusammenwirken verschiedener Disziplinen und
die auf Anwendungen ausgerichtete Grundlagenfor-
schung, sind wesentliche Voraussetzungen in der
Materialforschung, um den Zugang zu neuen Tech-
nologien zu erschließen und Anwendungspotentiale
frühzeitig zu erkennen. Ein wichtiges strategisches
Ziel ist es Schlüsselkomponenten für die Technologie
der Zukunft zu entwickeln und die Umsetzung vom
Labormaßstab in die industrielle Praxis zu vollzie-
hen. Neue Struktur- und Funktionsmaterialien mit
maßgeschneiderten Eigenschaften sind dabei in
den verschiedensten Anwendungsgebieten gefragt.
Elektrische, magnetische, thermische und optische
Eigenschaften können z.B. gezielt variiert werden,
um bestimmte Funktionen für spezifische Anwendun-
gen, z.B. in der Sensorik, medizinischer Diagnostik,
Energietechnik oder der Mikrosystemtechnik zu rea-
lisieren. Ein weiterer Baustein sind Materialverbunde
und polymere Werkstoffe, die als strukturtragende
Konstruktionsmaterialien an Bedeutung gewinnen,
um Gewicht einzusparen und gleichzeitig die Bestän-
digkeit gegen thermische, chemische und mechani-
sche Beanspruchung zu verbessern.

Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung neuer Materi-
alien spielen auch Oberflächenmodifizierungen, z.B.
durch das kontrollierte Aufbringen dünner Schichten.
Strukturell, chemische und physikalisch maßge-
schneiderte anorganische und polymere Materialsys-
teme besitzen bereits ein breites Anwendungsspekt-
rum und werden laufend weiterentwickelt.

Das FMF fördert den Brückenschlag zwischen den In-
stituten der Albert-Ludwigs-Universität, den EUCOR-
Universitäten, den in Freiburg ansässigen Instituten
der Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Industrie.

StudentInnen und DoktorandInnen lernen hier
frühzeitig Methoden der interdisziplinären Material-
forschung kennen.

Das FMF betreute 2003 243 Mitarbeiter, davon 197
Doktoranden/innen. Aktiv waren 19 wissenschaftli-
che Mitglieder (3 assoziierte) am FMF tätig, deren
Forschungsthemen sich in die sechs Bereiche glie-
dern lassen:

• Anorganische Materialien und Halbleiter
• Cluster und dünne Schichten
• Elektroaktive Materialien und Sensoren
• Makromolekulare Materialien
• Biomedizin, Umwelt und Energie/FM&M
• Statistische Datenanalyse

Um in dieser dynamischen Struktur eine effiziente
Nutzung von Großgeräten sicherzustellen, werden
diese von derzeit fünf Servicegruppen betreut, die
wissenschaftliche Methoden pflegen und weiterent-
wickeln. Die Servicegruppen bieten Dienstleistungen
in den folgenden Bereichen an:

• Scale-up
• Rheologie und Polymerverarbeitung
• Oberflächen- und Grenzflächenanalytik
• Materialcharakterisierung
• Wissenschaftliche Informationsverarbeitung

Das Geleistete ist beachtlich. Nur durch das große
Engagement der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
konnten die angestrebten Ziele erreicht und der an-
fallende Arbeitsaufwand gemeistert werden. Hier an
dieser Stelle einen großen Dank an alle.


SWD-Schlagwörter: Datenanalyse , Dienstleistung , Energie , Nanotechnologie
Freie Schlagwörter (deutsch): Materialforschung , Makromolekulare Chemie , Polymerverarbeitung , Oberflächenanalyse , Detektortechnologie
Institut: Freiburger Materialforschungszentrum
DDC-Sachgruppe: Technik
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Jahresbericht / Freiburger Materialforschungszentrum
Band Nummer: 2003
Sprache: Mehrsprachig
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 16.07.2007
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