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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-31339
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3133/


Rinker, Tanja

Auditory processing in children with specific language impairment (SLI) : an electrophysiological study

Auditive Verarbeitung bei Kindern mit Spezifischer Sprachentwicklungsstörung (SSES) : eine elektrophysiologische Studie

Dokument1.pdf (1.401 KB) (md5sum: dd5248f78245eac9a90d2f8683830677)

Kurzfassung in Englisch

For several decades, the etiology of Specific Language Impairment (SLI) has been associated with an auditory processing deficit. A failure to perceive and process verbal and non-verbal material has been theorized as responsible for the disruption of normal language development in affected children. The aim of this thesis was to contribute to the current understanding of the nature of the auditory processing deficit by applying electrophysiological methods, in particular the Mismatch Negativity (MMN). The MMN is an attention-independent component of the event-related potential (ERP) that is particularly suited to the investigation of auditory processing in clinical populations.
A total of 48 boys between the ages of 7-11 underwent behavioral testing. Criteria for inclusion were a non-verbal IQ above 85 and no further disorders as well as 2 SD below the mean on an expressive or receptive language test for children with SLI. Thus, 13 control children and 15 children with SLI underwent electrophysiological testing.
Four different MMN-paradigms were applied that were expected to show differences between the clinical group and the controls: A sine tone paradigm investigated the frequency discrimination abilities of SLI children (700 Hz versus 750 Hz tones), two different minimal pair paradigms examined speech-specific processing ("Bass" versus "Bus" and "Riss" versus "Biss"), and a non-verbal rule paradigm tested the extraction of a rule (15 ascending and 15 descending tone pairs).
The frequency discrimination differences and the lexical processing differences between children with SLI and controls were confirmed, while contrary to the hypothesis, the results of the rule-extraction paradigm did not show group differences.


Kurzfassung in Deutsch

Seit einigen Jahrzehnten wird als Ursache der Spezifischen Sprachentwicklungsstörung (SSES) ein auditives Verarbeitungsdefizit diskutiert. Es wird angenommen, dass dieses Defizit Auswirkungen auf die gesamte Sprachentwicklung der betroffenen Kinder hat und für ihre Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von sprachlichem und nicht-sprachlichem Material verantwortlich sein könnte. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war, anhand elektrophysiologischer Methoden die Grundlagen dieses auditiven Verarbeitungsdefizits zu untersuchen. Insbesondere die Mismatch Negativity (MMN), eine aufmerksamkeitsunabhängige Komponente des Ereigniskorrelierten Potentials (EKP), eignet sich zur Untersuchung der auditiven Verarbeitung bei klinischen Gruppen.
Insgesamt 48 Jungen zwischen sieben und elf Jahren wurden anhand von Sprach- und IQ-Tests getestet. Einschlusskriterien waren ein non-verbaler IQ über 85 und keine weiteren Auffälligkeiten sowie zwei Standardabweichungen unterhalb der Norm in einem Test der expressiven oder rezeptiven Fähigkeiten bei SSES-Kindern. Somit wurden 13 Kontroll– und 15 SSES-Kinder im EEG getestet.
Es wurde von der Hypothese ausgegangen, dass SSES-Kinder im Vergleich zu Kontrollkindern bei den vier folgenden MMN-Paradigmen Unterschiede in der auditiven Verarbeitung zeigen würden: Bei einem Tonparadigma (700 Hz versus 750 Hz), das die Frequenzdiskriminationsfähigkeiten der SSES-Kinder testete, bei zwei verschiedenen Minimalpaar-Paradigmen, die die sprachliche Verarbeitung untersuchten („Bass“ versus „Bus“ und „Riss“ versus „Biss“), sowie bei einem nonverbalen Paradigma, das die Extraktion einer Regel erforderte.
Die Gruppenunterschiede in der Frequenzdiskrimination und in der lexikalischen Verarbeitung konnten bestätigt werden; entgegen der Hypothese ergaben sich allerdings keinerlei signifikante Gruppenunterschiede bei der Ableitung von Regeln.


SWD-Schlagwörter: Sprachentwicklungsstörung , Ereigniskorreliertes Potenzial
Freie Schlagwörter (deutsch): Auditive Verarbeitung , Verarbeitungsdefizit , Mismatch Negativity (MMN)
Freie Schlagwörter (englisch): auditory processing , auditory processing deficit , Mismatch Negativity (MMN)
Institut: Deutsches Sem. 1: Inst. f. Deutsche Sprache u. Ält. Lit.
Fakultät: Philologische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Deutsch, germanische Sprachen allgemein
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Schecker, Michael (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.04.2007
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 13.07.2007
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