Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Eingang zum Volltext

Lizenz

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-46897
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4689/


Kossmann, Bianca

Rich and poor in the history of English: corpus-based analyses of lexico-semantic variation and change in Old and Middle English

Reich und arm in der Geschichte des Englischen: korpus-basierte Analysen zu lexiko-semantischer Variation und lexiko-semantischem Wandel im Alt- und Mittelenglischen

Dokument1.pdf (1.588 KB) (md5sum: f5cb8e816879c0afeeebf5f7e3a17bf9)

Kurzfassung in Englisch

The dissertation deals with lexico-semantic variation and change of the concepts rich and poor in Old and Middle English. The semantic field was determined with the help of the Thesaurus of Old English. In contrast to former studies, which concentrated on single lexemes or individual text types, the present study supplies analyses of related lexemes in the semantic field of wealth. In this respect, the study is based on a wealth of data (Dictionary of Old English Corpus, Middle English Dictionary, Corpus of Middle English Prose and Verse and Oxford English Dictionary). The semantic field is analysed from various perspectives: structuralist approaches, as well as cognitive and pragmatic approaches, such as prototype, cognitive metaphor, metonymy and prototype are integrated into the discussion. This integrative perspective is justified as semantic change is a complex and multi-dimensional phenomenon caused by a variety of factors. The quantitative and qualitative analyses of the selected lexemes reveal one predominant mechanism at work: metonymy. This most frequent process is largely caused by pragmatic inferences. Besides these mechanisms, further factors such as cognitive and psychological components, as well as socio-cultural aspects play an important role in diachronic semantics. The processes involved in the semantic changes under investigation are highly regular and can be regarded as the main mechanisms, not only in grammaticalisation, but also in diachronic sense developments of autosemantic words.


Kurzfassung in Deutsch

Die Dissertation beschäftigt sich mit dem semantischen und lexikalischen Wandel von Lexemen, welche die Konzepte reich und arm im Alt- und Mittelenglischen ausdrücken. Die Lexeme wurden mit Hilfe des Thesaurus of Old English ausgewählt. Im Gegensatz zu früheren lexikalischen und semantischen Studien, welche sich auf bestimmte Textsorten oder einzelne Lexeme beschränkten, versucht die Arbeit einen umfangreicheren Rahmen im Bezug auf das Wortfeld zu liefern. Zusätzlich liegt der Arbeit eine Fülle von Datenmaterial zugrunde (Dictionary of Old English Corpus, Middle English Dictionary, Corpus of Middle English Prose and Verse und Oxford English Dictionary). Der theoretische Rahmen ist von integrativer Natur, das heißt, verschiedene, bereits angewandte und entwickelte Ansätze werden auf das semantische Feld angewendet und diskutiert. Dem komplexen Phänomen des Bedeutungswandels wird ein integrativer Ansatz insofern gerecht, als semantische Veränderungen auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen sind. Somit umfasst die vorliegende Studie traditionelle strukturalistische und philologische Vorgehensweisen, sowie die theoretische Einbettung neuerer Perspektiven aus dem Bereich der kognitiven Semantik, wie zum Beispiel kognitive Metapher, Metonymie und Prototypensemantik, als auch die Berücksichtung pragmatischer Aspekte im Bezug auf Bedeutungswandel. Die quantitativen und qualitativen Analysen zeigen, dass im Bereich der ausgewählten Inhaltswörter die Metonymie der am häufigsten auftretende Mechanismus innerhalb des semantischen Wandels der ausgesuchten Lexeme darstellt. Dieser wird hauptsächlich durch pragmatische Strategien (Inferenzen) hervorgerufen. Neben der Metonymie und den pragmatischen Aspekten, sind kognitive und psychologische Komponenten entscheidende Faktoren, welche für den Bedeutungswandel verantwortlich sind. Doch auch externen, sozio-kulturellen Faktoren kommt eine wichtige Rolle innerhalb des Bedeutungswandels zu. Die involvierten Prozesse – Metonymie, als auch metaphorischer Transfer – sind höchst regulär und können somit als Hauptmechanismen auch außerhalb der Grammatikalisierung bezeichnet werden.


SWD-Schlagwörter: Bedeutungswandel , Wortfeldtheorie , Prototyp <Linguistik> , Inferenz , Metonymie
Freie Schlagwörter (deutsch): kognitive Metapher
Freie Schlagwörter (englisch): semantic change , cognitive metaphor , metonymy , field theory , inference
Institut: Englisches Sem. 1 Inst. f. Engl. Sprache und Literatur
Fakultät: Philologische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Englisch, Altenglisch
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Christian Mair (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.07.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 19.03.2008
Indexliste