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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-4802
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/480/


Höfflin, Peter

Arbeitszeitgestaltung zwischen Normalarbeitszeitstandard und Flexibilisierung : eine Untersuchung am Fallbeispiel der Kernarbeitszeitregelungen in der Krankenpflege

Dokument1.pdf (1.798 KB) (md5sum: e5b24debc3fbae90b744e1fb571b5729)

Kurzfassung in Deutsch

Die vorliegende Arbeit baut auf einer empirischen Untersuchung auf, die im Pflegedienst des Universitätsklinikums Freiburg durchgeführt wurde. Inhalt waren die Erfahrungen mit dem so genannten Kernarbeitszeitmodell, das ab Anfang der 90er Jahre in zahlreichen Kliniken etabliert wurde um die Arbeitszeitbedingungen im Pflegedienst zu verbessern. Das Kernarbeitszeitmodell geht im Wesentlichen davon aus, dass ein Arbeitszeitsystem um so attraktiver ist, je stärker es sich am Zeitkorridor der “Normalarbeitszeit” orientiert. Die durchaus ambivalenten Erfahrungen mit dem Kernarbeitszeitmodell liefern wichtige Hinweise für die sozialwissenschaftliche Diskussion um die Flexibilisierung von Arbeitszeiten und die Auflösung des so genannten „Normalarbeitszeitstandards“, denen in dieser Arbeit nachgegangen wird. Im ersten einführenden Teil wird zunächst auf die
Debatte um Flexibilisierung und Normalarbeitszeitstandard eingegangen. Die Frage, wie die zunehmende Flexibilisierung von Arbeitszeiten und die damit verbundene Abkehr vom Normalarbeitszeitstandard zu bewerten ist, wird dann unter der Perspektive von sozialen und physiologischen Synchronisationsanforderungen diskutiert. Im zweiten Teil der Arbeit wird das Erhebungsdesign vorgestellt und eine Darstellung der Arbeitszeitgestaltung im Universitätsklinikum Freiburg vorgenommen. Im dritten Teil wird die Arbeitszeitgestaltung unter den Gesichtspunkten von Arbeitszeitpräferenzen,Belastungserfahrungen und der
Zufriedenheit der Beschäftigten analysiert. Dabei wird u.a. ein Vorschlag entwickelt, wie durch eine Verbindung von Methoden der Zeitbudgetanalyse mit arbeitswissenschaftlichen Ansätzen der Schichtplanbewertung eine Messung von Belastungsfaktoren auch bei stark unregelmäßigen Dienstplansystemen realisiert werden kann. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, wie wichtig die Frage der Arbeitszeitoptionalität für die Gestaltung und Akzeptanz von Arbeitszeitmodellen ist.


SWD-Schlagwörter: Flexible Arbeitszeit , Schichtarbeit , Krankenpflege , Arbeitszeit , Zeitbudgetforschung
Institut: Institut für Soziologie
Fakultät: Philosophische Fakultät IV (bis Sept. 2002)
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Blinkert, Baldo (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 04.07.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 16.07.2002
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