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Jurt, Joseph
Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Pinto, Eveline

Vu d'Allemagne : les théories littéraires en France

Literature theories in France

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Kurzfassung in Deutsch

Die Literaturbetrachtung in Frankreich war schon lange durch den positivistischen Ansatz Lansons bestimmt, und war für die Neuerungen anderer Länder kaum offen. Eine neue Tendenz zeichnete sich erst in der ausseruniversitären Literaturkritik im Umkreis der NRF ab, sowie bei der Genfer Schule mit M. Raymond, A. Béguin, J. Rousset und J. Starobinski, die Anregungen der deutschen Geistesgeschichte aufnahmen und Literaturbetrachtung als intersubjektive Beziehung verstanden. Einen originellen Ansatz brachte J.-P. Sartre ein, der einerseits das heuristische Ungenügen einer marxistischen Literaturkritik erkannte und psycho-analytische Kategorien als Vemittlungsschicht ; andererseits sah er das literarische Werk sehr stark durch das Publikum bestimmt. Mit dem Strukturalismus hielt ab 1960 eine exklusive Betrachtung literarischer Formen Einzug, die sowohl die Geschichte als auch das Subjekt ausblendete. Die „critique génétique“ bezog sich nicht bloß auf den abgeschlossenen Tat, sondern untersucht das Schreiben als Prozess. Pierre Bourdieus Theorie des literarischen Feldes versucht eine interne mit einer externen Literaturbetrachtung zu vereinen, situiert den Text immer innerhalb eines Kontextes, der als relativ geschlossenes eigengesetzliches literarisches Feld gesehen wird.


Kurzfassung in Englisch

This article focuses at the new aspects which the theory of the literary field, developed by Pierre Bourdieu, could add to the existing literary theories, which renounce the Lansonian positivism.
The originality of Pierre Bourdieu’s theory, in difference/opposition to those of the Geneva school, J.-P. Sartre and later the „Critique génétique“ group, is based on the two following points : (a) he tries to include both the the internal and external perspectives, (b) he sees the autonomization process as a mainly social phenomenon. From a german perspective, literary research in France was seen for a long time as not being on the international standard. These theories in connection with the social sciences now have found a wide recognition also outside of France.


SWD-Schlagwörter: Deutschland , Literatur , Frankreich , Französisch
CCS Klassifikation A.m
Institut: Romanisches Seminar
DDC-Sachgruppe: Französische und verwandte Literaturen
Dokumentart: Aufsatz
Quelle: Penser l’art et la culture avec les sciences sociales, Paris, 2002
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 25.07.2002
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