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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-53115
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5311/


Magigi, Wakuru

Improving urban land governance with emphasis on integrating agriculture based livelihoods in spatial land use planning practise in Tanzania

Verbesserung des Managements urbaner Landnutzungsentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Integrierung auf Landwirtschaft basierender Haushalte bei der räumlichen Landnutzungsplanung in Tansania

Dokument1.pdf (6.495 KB) (md5sum: ab9d270467d432b142c249a1679c5662)

Kurzfassung in Deutsch

Diese Studie befasst sich mit Aspekten der Raumplanung und der städtischer Landwirtschaft in Dar es Salaam, Tansania, einer der rasant anwachsenden Regionen Afrikas südlich der Sahara. Die Studie zeigt anhand der Untersuchungsregionen Goba, Chango’mbe 'A' und Ubungo Darajani, in welcher Weise städtische Landwirtschaft mit dem Ziel die städtische Raumplanung zu verbessern in diese integriert werden kann. Lage und periurbane Typologie der Gebiete bilden die theoretischen Grundlagen der Studie, was die Politik und praktische Voraussetzungen besser verstehen lässt, welche die Integration der von städtischer Landwirtschaft abhängigen Existenzen in städtische Raumplanungs- und Landentwicklungsprozesse hemmt. Angewandte methodologische Aspekte sind Literaturrecharge, Interviews, Kartenanalyse, Beobachtungen und die Analyse historischer Entwicklungstrends. Kontext, empirische Forschungsgrundlage und institutionale Vernetzungen wurden als analytischer Rahmen herangezogen.

Die Arbeit zeigt, dass Urbanisierungsprozesse, städtische Armut, Nahrungsunsicherheit und unzureichende Beteiligung der Gemeinden an der Raumplanung verstärkende und katalysierende Faktoren von Landnutzungsproblemen, Landumnutzung, Immigration und der Zunahme von städtischer Landwirtschaft sind. Dies lässt annehmen, dass die mangelnde Verwaltung staedtischen Landes nicht als einziger Verursacher der Probleme gesehen werden darf, sondern ebenso die Versäumnisse seitens Planungseinrichtungen, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und die Planung an diese neuen Herausforderungen, die die städtische Landwirtschaft in den Prozessen der städtischen Raumplanung darstellt, anzupassen. Dementsprechend zeigt die steigende Zahl der mit städtischer Landwirtschaft genutzten Flächen Unstimmigkeiten mit den Planungsrichtlinien. Ein Standard würde äußerliche Landnutzungsplanungsprozesse und Strukturen der städtischen Entwicklung bestärken. Diese beinhalten Zonenbildung, Lage, Änderungen in der Landnutzung, Dichteverteilung, Zugang zu Ressourcen, Pachtverhältnisse und gerechte Verteilung grundlegender Leistungen um eine nachhaltige Nutzung von städtischem Land zu gewährleisten. Die Studie weist ebenso auf die bestehende städtische Landentwicklungspolitik und Landesgesetzgebung für städtische Landwirtschaft hin, die jedoch in der Praxis mit gesundheitlichen, sanitären und ökonomischen Rückläufen konfrontiert sind. Diese Probleme machen sich in der wachsenden städtischen Landwirtschaft mit negativen Vorstellungen der Kunden, mangelnder Akzeptanz räumlicher Landnutzungsplanungsprozesse und seiner Durchführung bemerkbar. Der Sektor macht produktiven Nutzen von unerschlossenem Land, Grüngürtel der Stadt sichern Einkommen, Ernährung und stellen oft Sicherheitsnetzfunktionen für die Ärmsten der Gesellschaft dar. Beispielsweise ist städtische Landwirtschaft ein wichtiger Ansatz zur Minderung städtischer Armut, Mobilisierung des Sozialkapitals und nachhaltigen Landnutzung.

Die Studie führt auf, dass in Zukunft das Wachsen des städtischen Landwirtschaftsektors vorrausichtlich eine unerlässliche Realität in der städtische Raumnutzung der schnell wachsenden Städten südlich der Sahara bleibt. Eine Aufnahme der von städtischer Landwirtschaft abhängiger Existenzen in die Landnutzungsprozesse und Entscheidungsstrukturen durch Bereitstellung, Anwendung und Überwachung wird für die Verbesserung des Lebensumfeldes der armen, städtischen Kleinbauern als notwendig betrachtet. Dies kann durch die Aufnahme betreffender Ziele städtischer Planung, Aufwertung der Siedlungen, institutionale Zusammenarbeit und der Dezentralisierung der Rollen auf ein lokales Level erreicht werden. Diese Möglichkeiten können dann effektiv sein, wenn sich die Regierung bemühen würde, Politik und Gesetzgebung an Ort und Stelle durchzuführen und alles zu überprüfen, indem unterschiedliche Akeure im den Entscheidungsprozess miteinbezogen werden und dadurch das Bewusstsein von Informationen und Kommunikation verbessert wird. Teilweise wird die Nutzung von Abwassertechnologie in die Landwirtschaft miteinbezogen, welche auf lange Zeit betrachtet Sicherheit und Zugang garantiert und flexible Planungsstandards vorgibt. Die Studie schließt mit dem Aufzeigen der geringen Wahlmöglichkeit der Stadtplaner und Entscheidungsträger, die zukünftige Form der städtischen Landwirtschaft auf anderem Wege als in Form der Landnutzungspraxis in einem angeleiteten Planungsrahmen zu gestalten und zu verfestigen. Wenn die städtischen Landwirtschaftsformen nicht angeleitet werden, untergraben die negativen Langzeiteffekte die Existenzen der armen Stadtbevölkerung und die Umweltqualität. Es besteht die dringende Notwendigkeit, die Prozesse zu leiten und die institutionalen Strukturen und Verbindungen der Raumplanungspraktiken zu stärken, die lokalen Gemeinden als primäres Arbeitsfeld zu betrachten, um die Verwaltung staedtischen Landes in Tansania zu verbessern.


Kurzfassung in Englisch

This study examines spatial land use planning and urban agriculture practises in Dar es Salaam, Tanzania, one of the rapidly urbanising cities in Sub-Saharan Africa. It demonstrates how urban agriculture livelihood can be integrated in spatial land use planning and improve urban land governance by taking Goba, Chango’mbe ‘A’ and Ubungo Darajani as case study settlements. Location and periurban typology are theoretical premises used in this study. These help in understanding the policy and practical premises that constrain urban agriculture livelihood integration in urban land use planning processes and land management principles. Methodological aspects deployed are documentary search, interviews, mapping, observations, and historical trends analysis. In addition, context, evidence based and institutional links are analytical frameworks used.

The study shows that the urbanisation processes, urban poverty, food insecurity and inadequate community involvement in land use planning are the factors underpinning and catalysing changes in land use, land transactions, immigration and overall urban agriculture proliferation in the city. The implications generated by these factors suggest that poor urban land governance is not only the cause, but it is caused by the weakness of planning institutions to realise and adapt to the new challenges that urban agriculture presents to urban land development process. Correspondingly, the rise of urban agricultural land use by and large, indicates a disparity between the widely cherished planning norms and standards underpinning formal land use planning processes and structures in urban development. These include land use zoning, location, land use change conditions, density distribution, accessibility to resources, land tenure modalities, and equitable provision of basic services in ensuring sustainable use of urban land. Equally, the study indicates the existence of supportive city land development policies and country legislature for urban agriculture, which are in practise faced with health, sanitation and economic return constraints. These constraints increase urban agriculture’s negative perceptions to consumers and decrease acceptance in spatial land use planning processes and output implementation. However, urban agriculture has been observed to make productive use of undeveloped land, green the city, provide income and nutrition, and is often a safety-net function for the poorest sectors of society. As such, it is an important vehicle for poverty alleviation, capital mobilisation, and sustainable use of land.

The study argues that for an unforeseeable future, the growth of the urban agriculture sector is likely to remain an indispensable reality depicting urban land development in rapidly urbanising cities in Sub-Saharan Africa. Inclusion of urban agriculture based livelihoods in spatial land use planning processes and structures, including decision making, preparation, implementation and monitoring are observed rationale for improving the livelihoods of the urban poor-smallholder farmers and space use. This can be achieved through, but not limited to, adopting participatory urban planning approaches, settlement upgrading, institutional collaborations, decentralising roles to the local level and strengthening smallholder organization through institutionalisation and giving them a voice platform in the political dialogue. These options can be effective if the government is able to enforce and review policy and legislatures in place and if different actors are involved in the decision making processes, and if information and communication awareness is established. Other improvement include the use of treated wastewater technology for farming, granting long term tenure security, improving accessibility to resources, and adopting flexible planning standards. The study concludes that urban planners and policy makers have little choice but to ensconce and consolidate emerging forms of urban agriculture based livelihoods within land use planning practises and within a guided planning framework. If urban agriculture forms are not guided, then the negative effects, in the long run can undermine the livelihood of the urban poor and degrade the environment. Thus, there is an urgent need to guide the processes, strengthen institutional structures and linkages in land use planning practises, and consider local communities priorities when working to improve urban land governance in Tanzania.


SWD-Schlagwörter: Städtische Landwirtschaft , Stadtplanung , Tansania , Daressalam , Afrika , Landnutzung
Freie Schlagwörter (deutsch): Periurbane Landwirtschaft
Freie Schlagwörter (englisch): urban , land governance , agriculture based livelihoods , land ise planning , sub-Saharan Africa , Tanzania
Institut: Institut für Physische Geographie
Fakultät: Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Land- und Forstwirtschaft, Veterinärmedizin
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Drescher, Axel (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.07.2008
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 14.07.2008
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