Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation
Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-53612
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5361/
Stroke in young adults and its change over the years
|
In dieser Studie wurden retrospektiv die Daten von 432 Patienten im Alter von unter 45 Jahren erhoben, die zwischen den Jahren 2000 und 2005 wegen eines Schlaganfalls oder einer Migräne in der Neurologischen Universitätsklinik Freiburg stationär behandelt wurden. Des weiteren wurde eine Untergruppe von Patienten unter 40 Jahren mit zerebralen Ischämien gebildet. Wir verglichen dieses Patientenkollektiv mit einer Studie der Neurologischen Universitätsklinik Freiburg aus den Jahren 1986 bis 1991 mit entsprechenden Kriterien, um die Veränderung der juvenilen Schlaganfälle im Laufe der Zeit zu beurteilen.
Die Ergebnisse unserer Untersuchungen zeigen, dass sich die Zahl der Patienten mit zerebralen Ischämien im Laufe der letzten 10 Jahre verdoppelt hat. Vor allem der Anteil der Männer hat stark zugenommen. Auch die Zahl der Patienten zwischen 30 und 40 Jahren, die heute fast drei Viertel der juvenilen Schlaganfallpatienten ausmachen (1986-1991: 55%), ist angestiegen. In beiden Gruppen waren etwa 5% der Schlaganfallpatienten jünger als 21 Jahre. Das Durchschnittsalter ist etwa gleich geblieben (32 Jahre). Auch die TIA-Fälle haben stark zugenommen und das Durchschnittsalter dieser Patienten, größtenteils Frauen, liegt heute fast zehn Jahre über dem der früheren Studie.
Da das Einzugsgebiet des Neurozentrum Freiburg in beiden Studien etwa gleich groß ist, kann damit die Zunahme der Patientenzahlen nicht erklärt werden. Vielmehr gehen wir davon aus, dass sich das Risikoverhalten der Patienten, vor allem der Männer, verändert hat. Risikofaktoren wie Rauchen, Hypertonie, Hypercholesterinämie und Diabetes mellitus haben vor allem bei den betroffenen Männern zugenommen.
Die häufigste Ätiologie war in beiden Gruppen die Dissektion eines extrakraniellen Gefäßes. Die Zahl der Patienten, bei denen die Ursache des Schlaganfalls nicht geklärt werden konnte liegt in beiden Gruppen bei etwa 12%.
Das gute Outcome von jungen Schlaganfallpatienten zeigt sich darin, dass sowohl vor zehn Jahren, als auch in der jetzigen Studie etwa 90% der Patienten ohne oder mit minimalem neurologischen Defizit entlassen wurden, nur 1% der Patienten verstarb und die jährliche Rezidivrate bei etwa 2% geblieben ist.
In this study data of 432 patients have been retrospective collected. These patients were aged under 45 years and have been examined in the Neurological University Hospital Freiburg between the years 2000 and 2005 because of a stroke or a migraine attack. Furthermore we built a subgroup of patients aged under 40 years with cerebral ischaemia. We compared this subgroup with the results of a study made in the Neurological University Hospital Freiburg between the years 1986 and 1991 with corresponding criteria, to show the change and development of stroke in young adults over the years.
The results of our study show that the number of patients with cerebral ischaemia reduplicated over the last ten years. Mainly the number of male patients proliferated. Also the number of patients between the age of 30 and 40 years increased a lot and represent now three-quarter of all young patients with stroke (1986-1991: 55%). In both studies 5% of the patients with stroke were younger than 21 years. The average age was 32 years in both groups. The number of patients with TIA has also proliferated and the average age of those patients, mostly women, was about ten years older than in the study of 1986-1991.
The catchment area of the Neurological Hospital was equal in both studies so that this is not an explanation for the increase of the number of patients. In fact we assume that the risk behaviour of the patients, mostly men, is different now. Risk factors like smoking, hypertension, hypercholesteremia and diabetes mellitus proliferated in the study compared to the patients of 1986-1991.
The most common etiology in both studies was the dissection of an extra cranial artery. In 12% of all patients the etiology could not be clarified. This was equal in both studies.
The good outcome of young people with stroke can be shown by the fact that 90% of our patients had no or just a minimal neurological deficit after being cured of the stroke. Only 1% died of the consequences of the stroke and the annual recurrence rate was only 2%.
| SWD-Schlagwörter: | Schlaganfall , Stroke unit , Ischämie , Ischämischer cerebraler Anfall , Migräne , Hirnblutung | |
| Freie Schlagwörter (deutsch): | TIA , juvenil , PFO | |
| Freie Schlagwörter (englisch): | stroke , young adults | |
| Institut: | Neurozentrum | |
| Fakultät: | Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum | |
| DDC-Sachgruppe: | Medizin und Gesundheit | |
| Dokumentart: | Dissertation | |
| Erstgutachter: | Hetzel, Andreas (Prof. Dr.) | |
| Sprache: | Deutsch | |
| Tag der mündlichen Prüfung: | 20.02.2007 | |
| Erstellungsjahr: | 2006 | |
| Publikationsdatum: | 20.06.2008 |