Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Eingang zum Volltext

Lizenz

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-5422
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/542/


Berger, Christian

Solages Ballade ‚Calextone‘ und die Grenzen des Tonsystems

Dokument1.pdf (807 KB) (md5sum: cc326efd954956ca82996f93a8711403)

Kurzfassung in Deutsch

Ausgehend von den Akzidentien der Tenorstimme und den wenigen perfekten Akkorden läßt sich die Ballade 'Calextone, qui fut dame d'Arouse', ausgehend vom d-dorischen Modus, als eine Wanderung über den g- zum c-dorischen Modus und wieder zurück lesen. Die Ballade ist wohl ein Huldigungsgedicht auf die Hochzeit von Joan I. von Aragon mit Yolande de Bar im Jahre 1380, in dem die Ovidsche Geschichte entsprechend dem Anlaß positiv uminterpretiert und musikalisch mit Hilfe Modus-Wechsel, die genau mit dem Textverlauf verbunden sind, sehr farbenkräftig ausgemalt wurde. So stellt dieses Stück mit seinem weitreichenden Einsatz aller kompositorischen Möglichkeiten sicherlich einen Extremfall dar, wie er für die sogenannte ars subtilior kennzeichnend ist. Aber es ist ein Grenzfall, der ohne den Rückgriff auf die kompositorischen Traditionen und satztechnischen Voraussetzungen des 14. Jahrhunderts, wie sie zum Beispiel im Werk Guillaumes de Machaut und seiner Zeitgenossen entwickelt wurden, nicht denkbar wären.


SWD-Schlagwörter: Solage , Musiktheorie , Geschichte 1300-1400
Institut: Musikwissenschaftliches Seminar
DDC-Sachgruppe: Musik
Dokumentart: Aufsatz
Quelle: Modalität in der Musik des 14. und 15. Jahrhunderts, hrsg. v. U. Günther, L. Finscher u. J. Dean ( = MD 49), Neuhausen-Stuttgart 1996, S. 75-91
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1996
Publikationsdatum: 24.10.2002
Indexliste