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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-55083
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5508/


Dinu, Claudia Elena

Georges Bernaos: vocation sacerdotale et vocation d'écrivain

Georges Bernanos: vocation of cleric and vocation of writer

Georges Bernanos: Priester-Berufung und Schriftsteller-Berufung

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Kurzfassung in Deutsch

Der Ausgangspunkt für unsere Analyse ist das Verhältnis von Kohärenz und Kompatibilität zwischen den Schriften von Bernanos und seiner geistigen Entwicklung . Die seelische Entwicklung des Autors spiegelt sich in seinem Werk. Dieses entsteht als ein Kommunikationsakt, der auf zwei ursprüngliche Gesprächsrichtungen beruht. Einerseits geht es um den Dialog, der zwischen dem christlichen Schriftsteller entsteht, der sich von Gott berufen fühlt Andererseits geht es um den Dialog, durch den Bernanos als Schriftsteller zum Initiator eines sekundären Gesprächsaktes wird, der sich an den Leser richtet und der zugleich auch eine Antwort auf den Ruf Gottes darstellt. Das literarische Werk erscheint so auf zwei unterschiedliche Ebenen als geistige Antwort und als Sprachinitiative. Es setzt eine Auseinandersetzung zwischen der priesterlichen und der literarischen. Kommunikationsmöglichkeit voraus
Man kann behaupten, dass die innerlichen gestigen Gaben des Schriftstellers Bernanos den Ausgangspunkt für den Reichtum und die Tiefe seiner Schriften darstellen. Die Perspektive dieser Untersuchung ist die genetische, d.h. diejenige, die die Entstehung des literarischen Diskurses analysiert. Die genetische Perspektive erweist sich jedoch als eingeschränkt, weil der Mechanismus, der die reale geistige Entwicklung des Autors mit seinem literarischen Werk in Verbindung setzt, im Schatten bleibt. Eine kritische Studie, die das Funktionieren des Bernanosschen Werks erfassen will, muss das Vorhandensein zweier Elemente gleicherweise ins Auge fassen, die die Logik und zugleich auch die Konsistenz des literarischen Textes ausmachen. Von einer tieferen Perspektive aus gesehen befindet sich auf der ersten Stufe der Autor (mit seiner inneren anthropologischen Struktur) in seinem Kontext. Sowohl aus der chronologischen, als auch aus der axiologischen Perspektive bilden diese zwei Elemente das ursprünglich Gegebene. Sie konstituieren sich als Element einer kausalen Verkettung; dann gibt es den Text als Botschaft, die ein Autor an einen Rezipienten richtet. Hier spielen die fiktionalen Figuren eine besonders wichtige Rolle. Man hat es mit der manifesten Darstellung der inneren Struktur des Autors zu tun, bei der sich die Elemente des Bewussten und diejenigen des Unbewussten vermischen.
Die Wahrnehmung der Bernanosschen Berufung ist durch die Ermittlung der Informationen einer geistlichen Biographie möglich, die man mit Hilfe von zwei Quellen rekonstruieren kann: einerseits die Informationen über Bernanos als Christ im Zusammenhang seines Lebens und andererseits durch das Werk des Schriftstellers Bernanos, das seinerseits in einem intertextuellen Zusammenhang eingeschrieben ist. Von den beiden Zugangsmöglichkeiten zum Verstehen der Bernanosschen Berufung ist das literarische Werk zweifellos am interessantesten. Dieses ist eine geistliche Autobiographie , ebenfalls im Sinne, dass es zu einem geistlichen Rahmen des Lebens wird, der dann auch die Rezeption mit Leben füllen soll. Einen solcher Rahmen stellt im religiösen Leben die Kirche dar, nicht nur als Raum, sondern ebenfalls als lebendige Gemeinschaft. In diesem Doppelsinn entwickeln sich die Darstellungen der Kirche in den Bernanosschen literarischen Werken auf zwei Achsen: in den verschiedenen Romanepisoden und in der in der Beziehung der Romanfiguren mit dem Leser eröffneten romanhafte Meta-Realität. Insgesamt kommt dem Werk von Bernanos als literarischem Raum die Form zu, in der es in jedem Roman dargestellt wird- als Kirche. Nach dem Vorbild der Kirche ist das Werk der topos einer Spiritualität und ihre generative Matrix, es ist der Rahmen einer Begegnung und eines gemeinschaftlichen Teilens der spirituellen Erfahrungen mit den anderen. In seinem Werk, wie in der Kirche, ist die richtige Grundlage für die Entstehung von Sinnhaftigkeit (des Werkes und des Lebens) das Göttliche als Wesen, Wert und Wahrhei..
Bernanos verwirklicht durch seine literarischen Werke das Harmonieprinzip von Dasein, Wert und Wahrheit.. Das literarische Werk wird zum Raum einer theologischen Ästhetik. Der Autor, dessen Leben auf die Präsenz der göttlichen Liebe konzentriert ist, entwirft ein theozentrisches Roman-Universum, in dessen Kern die die geistige Umwandlung des ästhetischen Harmonieprinzips steht, die Kohärenz schafft. Diese Harmonie steht im Zentrum der Begegnung der Antwort von Bernanos als Christ und als Schriftsteller. Dieses Prinzip realisiert die Einheit zwischen dem Leben und dem Werk, die sich auf die Identitätsfrage der priesterlichen und schriftstellerischen Berufung konzentriert.
Die Beziehung zwischen der Verwirklichung der persönlichen Berufung unseres Schriftstellers und jener, die in seinen literarischen Texten beschrieben wurde, gibt dem Text im Allgemeinen den Sinn und die Konsistenz einer geistigen Autobiographie


Kurzfassung in Englisch

It is and it comprises a clash between two ways of communication: sacerdotal .We can assert that from a genetic point of view of the production of the novel discourse, the internal spiritual data of Bernanos-the writer represent the starting point of the richness and depth of its writings. As an initial sign, this short glance on the internal process of production of Bernanos texts can help us grasp som The starting point of our study is the liaison of adequacy and coherence that exists among the literary works of Bernanos and his spiritual evolution. The essence the author’s soul is reflected in a work which originates as communicative act developed on two primary dialogical axes which will generate in their turn another secondary dialogical device. The subject of his work is the dialogue carried out between the Christian writer who feels vocatus (called) and the divinity which calls him on the one hand and on the other hand is dialogue which is built inside the relationship author - characters, in which Bernanos becomes the initiator of a secondary dialogical act addressed to the reader representing at the same time the answer to the questions launched by the divinity. The literary work thus appears on two different levels, as a spiritual answer and a linguistic initiativeaspects of his fictional construction, in particular to better understand the original determinisms which constitute the base of his sacerdotal and writer vocation. This genetic point of view has however a limited reach because it does not manage to describe completely the relational mechanism which explains the actual spiritual evolution of the author and his novels. A critical study which tries to describe the functioning of Bernanos‘works should also take into account the existence of two elements which ensure simultaneously the logic and the solidity of the literary weaving. In-depth, on the first floor is located the author (with his internal human structure) and his actual context which represent the first data both from an axiological point of view and a chronological one and which constitute the beginning of a chain of causes; there also is, the writing as a message of an author addressed to a receiver where the characters occupy an essential place as occurrences of the concept of being. We deal with the effective, external representation of the author’s inner side where one finds elements of the conscious level mixed with elements of the unconscious.
The insight in Bernanos’ calling is possible by gathering the data of a spiritual biography which one can reconstitute by using two sources: information on the Christian Bernanos and the context of its life on the one hand, and, on the other hand, through the work of Bernanos - the writer represented by an intertextuel network. Of the two access doors to the comprehension of Bernanos vocation the most interesting is without a doubt the literary work. This one is a spiritual autobiography (graphic form where the bios manifests itself), also in the sense that it becomes a spiritual framework of Life which has to animate the reception level. Such a framework is represented in the religious life by the Church, not only as space but, also, as a live reality of the community.
Bernanos manages to transpose in the sphere of the human word functioning and of literature in particular, the principle of Harmony between the existence, the value and the truth which structures the spiritual world. The literary work becomes a place of theological aesthetics. The author, whose life is focused on the presence of Divine Love which is calling him, builds a theocentric novelistic universe which has at its core the spiritual transformation of the aesthetic principle of Harmony becoming a factor of coherence. His writings have the mission (which is also that of the Church) to Reveal, Spiritualise and Save. This Harmony is the essence of the crossroads between the answer of Bernanos the Christian and Bernanos the writer to the call launched by the divinity. It is the principle which takes accordingly the shape and the meaning of the cross. This principle makes the liaison between Bernanos’ life and work, the two organized around the identity and identifying question of the sacerdotal vocation and the vocation of writer.
The relation between the achievement of the personal vocation of our writer and that described in his literary texts, gives to the novel, seen overall, the direction and the consistency of a spiritual autobiography of its author. This autobiography represents the sacerdotal and writer vocation which defines in the Church and in the literary work-church the position (identity) of the human being and of Georges Bernanos


SWD-Schlagwörter: Bernanos, Georges
Freie Schlagwörter (deutsch): Berufung , Priester , Schriftsteller , geistige Autobiographie
Freie Schlagwörter (englisch): Vocation , cleric , writer , spiritual autobiography
Institut: Romanisches Seminar
Fakultät: Philologische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Französische und verwandte Literaturen
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Jurt, Joseph (Prof. Dr.)
Sprache: Französisch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.03.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 23.07.2008
Bemerkung: Die Dissertation wurde im cotutelle-Verfahren (Doppelbetreuung) zwischen der Albert-Ludwig-Universität und der Al. I. Cuza-Universität Iasi (Rumänien) erstellt
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