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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-57137
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5713/


Valicã, Mihai

Eine heutige Philanthropiewissenschaft und Diakonietheologie im Kontext der Orthodoxen Lehre und der Tradition der Rumänisch-Orthodoxen Kirche

A present philanthropic science and social welfare theology in context with orthodox doctrine and the tradition of the Romanian Orthodox Church

Dokument1.pdf (2.868 KB) (md5sum: 4d52567ddedd120eeaa6e4492e4e8f49)

Kurzfassung in Deutsch

0. Einleitung
Von der Krise der Kirche reden viele. Von den Chancen der christlichen Kirchen handelt die vorliegende Doktorarbeit. Sie soll ermutigende Beispiele aus der christlichen Geschichte der orthodoxen Tradition sowie Inspirationen der orthodoxen Lehre, Ideen und ökumenische Konzepte als Beitrag zur gemeinsamen diakonischen Philanthropie der christlichen Kirchen in Europa aufzeigen. Das Ziel der orthodoxen philanthropischen Diakonie besteht darin, den Menschen mittels Jesus Christus und seiner Kirche zur Vollendung in seinem Inneren, im Herzen, in seiner Mentalität und somit zu seinem Heil zu führen. Zum Erreichen dieses Ziels stellt meines Erachtens das Konzept der Freiburger Caritaswissenschaft eine wichtige Inspirationsquelle für die zukünftige Sozialdoktrin der Rumänisch-Orthodoxen Kirche dar.

0.1. Ziel und Aufbau der vorliegenden Abhandlung
Seit einigen Jahrzehnten und insbesondere nach 1990 spricht man im Rahmen von verschiedenen Entwürfen und Forschungsarbeiten über das Thema „die soziale Doktrin in der Rumänisch-Orthodoxen Kirche“. Die Heilige Synode der Rumänisch-Orthodoxen Kirche ist gemäß der Ansicht des Patriarchen Teoctist grundsätzlich mit einer eigenen sozial-philanthropischen Doktrin der Kirche und einer aktuellen Philanthropiewissenschaft und Diakonietheologie einverstanden. Sowohl Seine Eminenz Patri¬arch Teoctist wie auch andere Metropoliten, Erzbischöfe, Priester und Theologen sind von der Notwendigkeit einer sozialen Doktrin oder einer Philanthropiewissenschaft und Diakonietheologie in der Rumänisch-Orthodoxen Kirche im heutigen Kontext überzeugt. Aus diesem Grund erteilte mir mein Erzbischof Pimen den Auftrag, Ideen, Vorschläge, Thesen und Perspektiven zu finden, zu entwickeln, zu erforschen und auszuarbeiten.

0.2. Heutige Bedeutsamkeit dieser Forschung
Nach der Lehre der orthodoxen Kirche besitzt die Heilige Tradition einen dynamischen, keinen statischen Charakter. Die Kirche kann und darf neue Lehren oder Methoden auf- und annehmen, unabhängig von deren Herkunft, unter der Bedingung, dass diese dem orthodoxen Glaubensbekenntnis und der Tradition nicht widersprechen, wie auch Paulus sagt: „Prüft alles und behaltet das Gute!“( 1 Thess 5, 21). Die orthodoxe Tradition bewahrt die Kirche vor „Abenteuern“. Ihre Lebenskraft schöpft sie aus ihrem Durchhaltevermögen und ihrer Kontinuität. Die Orthodoxie gründet auf der Erfahrung der Anwesenheit Gottes in der Geschichte und in der Welt. Deswegen hat auch ihre Theologie Erfahrungscharakter. Diese Erfahrung ist lebendig und dynamisch. Die orthodoxe Kirche kann aus ihrer unerschöpflichen Tradition leben, aber sie kann und darf nicht an dieser Tradition zugrunde gehen. Die orthodoxe Tradition beinhaltet auch Flexibilität, Dynamik und Progression. Diese Doktorarbeit will ein Zeichen dafür sein, dass unabhängig von der religiösen Konfession auf dem diakonischen Gebiet im Geiste christlicher Bruderschaft eine Zusammenarbeit möglich ist. Ferner will sie auch als eine Hoffnung, als ein Modell und lebendiges Zeugnis der konfessionellen Versöhnung betrachtet werden.


Kurzfassung in Englisch

Much is talked about the crisis of the church.
The following doctoral dissertation deals with the opportunities of the Christian church.
It shall show encouraging examples from the Christian history of orthodox doctrines, ideas and ecumenical concepts as a contribution to the mutual special welfare philanthropy of the Christian churches in Europe. The goal of the orthodox philanthropic social welfare is, to lead man to perfection in his heart, in his mind and thereby to his salvation by means of Jesus Christ and his church. In order to reach this goal, I believe the concept of the Freiburger Caritas Science to be an important source of inspiration for the future social doctrine of the Romanian Orthodox Church.

According to the doctrine of the Orthodox Church, the holy tradition has a dynamic, not a static character. The church can and may absorb and adopt new doctrines or methods, regardless of their origin, providing they do not contradict the orthodox denomination and the tradition, just as Paul says: " Proof all things, hold fast that which is good" (1 Thess 5,21). The orthodox tradition protects the church from "adventures". Its vitality is drawn from its staying power and its continuity. The orthodoxy is based on the experience of God's presence in the world and throughout history. Therefore, its theology has the character of experience. This experience is alive and dynamic. The Orthodox Church can live out of its inexhaustible tradition, but it cannot and must not be destroyed by this tradition. Contained in the orthodox tradition are also flexibility, dynamics and progression. The purpose of this doctoral dissertation is to show that cooperation is possible in the area of social welfare in the spirit of Christian brotherhood, independently from any religious denomination. Beyond that it should be regarded as a hope, a model and a living testimony of denominational reconciliation.


SWD-Schlagwörter: Philanthropie , Caritas , Orthodoxe Kirche , Orthodoxe Theologie
Freie Schlagwörter (deutsch): Orthopraxie , Philanthropiewissenschaft , Diakonietheologie , Philanthropische Diakonie
Institut: Sonstige Einrichtung
Fakultät: Theologische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Christliche Theologie, Christentum
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Baumann, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.07.2008
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 12.09.2008
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