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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-5847
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/584/


Wagner, Ingo

Diagnostische und prognostische Relevanz der AgNOR-Analyse bei Osteosarkomen

Diagnostic and Prognostic Relevance of AgNOR Analysis in Osteosarcoma

Dokument1.pdf (3.539 KB) (md5sum: fc8419ba16772191ceedb7538a8222c4)

Kurzfassung in Deutsch

Mit Hilfe der AgNOR-Färbemethode werden argyrophile (Ag), den ?Nucleolus organisierenden Regionen? (NOR) assoziierte Proteine im Nucleolus selektiv dargestellt. In verschiedenen Studien wurde die Bedeutung der Quantität der AgNOR-Partikel bzw. deren Fläche (NORA) als Marker für zelluläre proliferative Aktivität belegt. Bei einigen Tumoren erlaubte die AgNOR-Analyse eine Aussage über deren Malignitätsgrad und Prognose. Ziel dieser Arbeit ist, den diagnostischen und prognostischen Wert der AgNOR-Färbemethode bei Osteosarkomen zu untersuchen. Anhand einer in dieser Studie experimentell ermittelten Variante der standardisierten AgNOR-Methode wurden 34 Osteosarkome gefärbt. Anschließend wurden diese Präparate einer computergestützten, standardisierten Bildanalyse unterzogen. Dabei ergab sich, daß der Wert von NORA eines Tumors positiv mit dem histopathologischen Malignitätsgrad korreliert ist. Die Unterschiede der gewichteten Mittelwerte von NORA zwischen den Tumorgraden I-III waren statistisch signifikant. Zur Einschätzung der prognostischen Wertigkeit der AgNOR-Färbemethode wurde bei 25 Osteosarkomen NORA mit der Überlebenszeit verglichen. Hierbei konnte kein statistisch gesicherter Zusammenhang festgestellt werden. Es wird festgehalten, daß die Prognose verschiedenen Einflüssen unterliegt. Es wäre sinnvoll, zu einem späteren Zeitpunkt weitere Untersuchungen mit größeren Fallzahlen und einem längeren ?follow-up? vorzunehmen. Damit kann langfristig die Möglichkeit einer Einschätzung der Überlebenszeit durch die AgNOR-Färbemethode bei Osteosarkomen überprüft werden, ohne daß wie in der vorliegenden Studie eine zu geringe Zahl von Verstorbenen eine statistisch eindeutige Aussage verhindert.
Zum jetzigen Zeitpunkt stellt die AgNOR-Darstellung mit standardisierter Quantifizierung eine wertvolle Ergänzung bereits etablierter Methoden in der Diagnostik von Osteosarkomen dar, da sie eine objektive Einschätzung des histopathologischen Malignitätsgrades erlaubt.


Kurzfassung in Englisch

Quantification of silver-stained nuclear organizer region associated proteins (AgNORs) is used in histopathology as a marker of cellular proliferative activity. The present study of 34 osteosarcomas was undertaken to evaluate the diagnostic and prognostic suitability of the AgNOR analysis. For this investigation a variant of the standard staining method was introduced. A computer-assisted morphometric analysis ensured an objective assessment of the AgNOR content. Statistical analysis was performed on the basis of the mean AgNOR area (NORA). We found a positive correlation between NORA and the classic histologic grading of osteosarcoma. Furthermore the differences of the mean NORA values between grades I-III were significant. The diagnostic relevance of the AgNOR analysis in osteosarcoma was therefore confirmed. No clear evidence of an interrelation between the NORA values and the survival rate; and thus on the prognostic relevance, of this method was obtained. The comparison of patient follow-up periods (month) and the NORA values yielded no statistically significant correlation. The reasons for the lack of prognostic value are discussed.
The standardised AgNOR analysis is presented as an interesting adjunct to routine histologic diagnosis of osteosarcoma since it allows an objective evaluation of histologic malignancy.


SWD-Schlagwörter: Osteosarkom , Histopathologie , Färben , Diagnose , Prognose
Freie Schlagwörter (deutsch): AgNOR , standardisierte AgNOR-Analyse , Osteosarkom , Diagnose , Prognose
Freie Schlagwörter (englisch): AgNOR, standardised AgNOR analysis, osteosarcoma, diagnosis, prognosis
Institut: Pathologisches Inst.
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum (bis Sept. 2002)
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Adler, C.-P. (Prof. Dr. med.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.12.1999
Erstellungsjahr: 1999
Publikationsdatum: 02.12.2002
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