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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-6051
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/605/


Pallantza, Elena

Der Troische Krieg in der nachhomerischen Literatur bis zum 5. Jahrhundert v. Chr.

The Trojan War in post-Homeric literature till the end of the fifth century B.C.

Dokument1.pdf (2.597 KB) (md5sum: bd755721e8249a5d4f2ed0bc745ecc0d)

Kurzfassung in Deutsch

In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, wie nachhomerische Autoren, die Lyriker Alkaios, Sappho und Stesichoros, die Geschichtsschreiber Herodot und Thukydides, und die Tragiker Aischylos, Sophokles und Euripides, den Troischen Krieg als mythische Vergangenheit behandeln. Der spezifische Charakter des jeweiligen Umgangs mit dem Stoff kommt zustande a.) durch die unterschiedlichen Gattungen und ihre Gesetzmäßigkeiten, b.) durch die unterschiedliche Zeit, in der jeder Autor gelebt und geschrieben hat, und c.) durch die innerliterarischen Beziehungen zwischen den Autoren untereinander und gegenüber dem epischen Kanon. Die Behandlung des Troischen Krieges bei den nachhomerischen Autoren verdeutlicht zunächst die Variabilität eines Mythos, der als Geschichte empfunden wird und zugleich ein reiches Material zur poetischen Umgestaltung anbietet. Innovative Änderungen lassen sich durch die gegenwartsorientierten Wirkungsabsichten der Autoren erklären. Der Mythos des Troischen Krieges eignet sich in jeder Zeit zu einer Selbstreflexion von Gesellschaftsgruppen, weil er als alte, überlieferte Geschichte zur Abstrahierung und Symbolisierung verfügbar ist. Zudem besitzt er als ‘intentionale Geschichte’ eine Autorität, die den Bezugnahmen auf ihn eine Aussagekraft verleiht. Die vorliegende Arbeit versteht sich als eine Fallstudie zur Frage, wie die Griechen mit ihrer Vergangenheit umgegangen sind.


Kurzfassung in Englisch

How did post-homeric authors deal with the Trojan War as mythical past? The author of the present thesis examines the specific character of the various approaches to the aforementioned myth by the lyric poets Alcaeus, Sappho and Stesichorus, the historians Herodotus and Thucydides and the tragedians Aeschylus, Sophocles and Euripides. Differences between the authors originate a.) in the particularities of the genres, b.) in the different periods the authors lived in and worked and c.) in the literary relations between the authors themselves as well as those between the authors and the epic canon. The way post-homeric authors depicted the Trojan War illustrates first of all the variability of a myth, which has been regarded as history and offers at the same time a rich material for poetic transformation. Innovative revisions can be explained through the particular intentions of every author, whose perspective is oriented to the present. The myth of the Trojan War is by all means an old, traditional story. As such it is open to abstract and symbolic reworking, which make it suitable for self-reflexion of different social groups at all times. Additionally, as ‘intentional history’, the Trojan War is an authority, which gives strong legitimacy to contemporary aims. This work is a case study on how Greeks looked at and dealt with their past.


SWD-Schlagwörter: Trojanischer Krieg , Alcaeus , Sappho , Stesichorus , Herodotus
Freie Schlagwörter (deutsch): Homer , Thukydides , Aeschylus , Sophokles , Euripides
Freie Schlagwörter (englisch): Trojan War , Homer , Alcaeus , Sappho , Herodotus
Institut: Seminar für Klassische Philologie
Fakultät: Philosophische Fakultät II (bis Sept. 2002)
DDC-Sachgruppe: Griechische Literatur
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Kullmann, Wolfgang (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.02.1997
Erstellungsjahr: 1996
Publikationsdatum: 07.01.2003
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