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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-60910
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/6091/
The influence of mercury on the development of Alzheimer's disease
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Vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Quecksilber einen Einfluss auf die Entstehung der Alzheimer-Krankheit haben könnte. Es handelt sich hierbei um eine systematische Literaturübersichtsarbeit. Um den hohen Anforderungen an Systematik und Qualität gerecht zu werden, waren zwei Reviewer beteiligt, die unabhängig voneinander die Datenselektion, Datenextraktion und Qualitäts-bewertung vornahmen. Insgesamt wurden 1041 Literaturzitate nach der beschriebenen Suchstrategie identifiziert, davon erfüllten 106 die Einschlusskriterien und wurden einzeln qualitativ beurteilt.
Alles in allem waren die höheren Evidenzlevel nur recht spärlich vertreten, die meisten Studien wurden als Querschnitts- oder Fall-Kontroll-Studien klassifiziert. Bei der Analyse der einzelnen Studien zeigten einige methodische Mängel, insbesondere bei der Auswahl der Kontrollgruppen.
Insgesamt konnte festgestellt werden, dass
- in 32 von 40 Studien über quecksilberexponierte Personen bei diesen eine schlechtere Gedächtnisleistung nachgewiesen werden konnte.
- bei den Autopsie-Studien zum Teil erhöhte Quecksilberwerte bei Alzheimer-Patienten gefunden wurden.
- bei Messungen von Quecksilber in Blut, Urin, Haaren, Nägeln und Liquor keine konsistenten Ergebnisse erzielt wurden.
- in Zellversuchen Quecksilber die gleichen Veränderungen auslösen konnte, wie sie auch bei der Alzheimer-Krankheit gefunden werden.
- in Tierversuchen Ratten, die Quecksilber ausgesetzt wurden, Veränderungen ent-wickelten, die denen der Alzheimer-Krankheit entsprechen.
Aufgrund dieser zum Teil übereinstimmenden Ergebnisse unterschiedlicher Studienarten könnte Quecksilber ein möglicher exogener Faktor sein, welcher für die Entstehung der Alzheimer-Erkrankung ursächlich ist. Andere Metalle spielen dabei vermutlich keine ursächliche, aber bei Anwesenheit von Quecksilber eine synergistisch wirkende Rolle. Nach den Kriterien der Evidence Based Medicine müssten aber zum endgültigen Beweis dieser Hypothese prospektive, randomisierte, kontrollierte Doppelblindstudien durchgeführt werden.
This paper deals with the question if mercury might have an impact on the development of Alzheimer's disease. It is a systematic literature review. To meet the high demands of classification and quality expectations, two reviewers were involved. Independently they performed the data selection, data extraction and quality assessment. A total of 1,041 citations of the literature search were identified following the described search criteria, of which 106 matched the inclusion criteria and were individually qualitatively assessed.
All together, the higher level of evidence were rather sparsely represented, most studies were classified as cross-sectional or case-control studies. In analyzing the individual studies, some showed methodological shortcomings, particularly in the choice of control groups.
Overall, it was found that
- In 32 of 40 studies on people who had been exposed by mercury, a poorer memory performance could be demonstrated.
- In autopsy studies, elevated mercury levels were partly found in Alzheimer's patients.
- Measurements of mercury in blood, urine, hair, nails and liquor showed no consistent results.
- In cytological experiments, mercury could trigger the same changes that can be seen in Alzheimer's disease.
- In animal experiments rats, which were exposed to mercury, developed changes similar to those of Alzheimer's disease.
Because of these partly matching results of different study types mercury could be a possible exogenous factor for the emergence of Alzheimer's disease. Other metals probably play no causal, but in the presence of mercury a synergistic acting role. According to the criteria of evidence-based medicine, prospective, randomized, controlled double-blind studies should be carried out to have the final proof of this hypothesis.
| SWD-Schlagwörter: | Alzheimer-Krankheit , Quecksilber , Amalgam | |
| Freie Schlagwörter (englisch): | Alzheimer's Disease , Mercury , Amalgam | |
| Institut: | Inst. für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene | |
| Fakultät: | Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum | |
| DDC-Sachgruppe: | Medizin und Gesundheit | |
| Dokumentart: | Dissertation | |
| Erstgutachter: | Mutter, Joachim (Dr.) | |
| Sprache: | Deutsch | |
| Tag der mündlichen Prüfung: | 17.07.2008 | |
| Erstellungsjahr: | 2008 | |
| Publikationsdatum: | 08.12.2008 |