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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-64798
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/6479/


Thaliath, Babu

The ontological causation

Dokument1.pdf (325 KB)

Kurzfassung in Englisch

The Cartesian distinction between res extensa and res cogitans initiated in the early modern age the philosophical discourse with regard to an adequate explanation of the nexus between the body and the mind. The causal closure of the body (as essentially a physical phenomenon) seems to exclude both the physical and neuronal causation of mental states and operations as well as the mental causation of bodily states and processes. The following treatise is an attempt to re-examine the causal connectivity between the body and the mind and thereby to explain the mysterious interaction between these two entirely distinct modes of existence and reality. The neuronal causation of the mental existence of human beings, and conversely the mental causation of bodily volition seem to surpass the framework of ordinary causal processes which are primarily conceived as temporal sequences of causes and effects in natural phenomena. The existence of the conscious subject – as res cogitans – can hardly be reduced to momentary neuronal processes of causation; it implies a constant ontological causation in which the elementary physical and material modes of being cause constantly and ontologically the mental states and operations – which eventually form higher and unitary modes of being. This dual nature of a neuronal-ontological causation, namely the constant and existential causation of the mind and the momentary causation of mental processes (sensation, perception, cognition, thinking, etc.), seems to resolve the problem of the causal connectivity between the body and the mind. However, the ontological causation cannot be restricted to the causal interaction between the body and the mind; it can be extended to the modes of existence of the overall physical i. e. material reality.


Kurzfassung in Deutsch

Die kartesische Differenzierung zwischen res cogitans und res extensa initiierte bereits in der frühen Neuzeit den philosophischen Diskurs über die adäquate Erklärung der Verbundenheit von Leib und Seele. Die kausale Geschlossenheit des Leibes als im Grunde ein rein physikalisches Phänomen scheint sowohl die leibliche bzw. neuronale Verursachung mentaler Zustände und Vorgänge als auch die bloß mentale Ursächlichkeit leiblicher Zustände und Prozesse auszuschließen. In der folgenden Abhandlung wird der Versuch unternommen, die kausale Verbundenheit vom Leib und Subjekt erneut zu untersuchen und dabei die rätselhafte Wechselbeziehung zwischen diesen voneinander absolut verschiedenen Modi der Existenz und Wirklichkeit näher zu erläutern. Die neuronale Ursächlichkeit der mentalen Existenz des Menschen und – umgekehrt – die mentale Ursächlichkeit der leiblichen Willensäußerungen scheinen dem Rahmen eines gewöhnlichen Kausalprozesses, der sich primär als eine temporale Abfolge von Ursachen und Wirkungen bei Naturphänomenen vorstellen läßt, zu sprengen. Die Existenz des bewußten Subjekts – als res cogitans – läßt sich kaum auf die eher momentanen neuronalen Kausalprozesse reduzieren; sie setzt eine konstante ontologische Ursächlichkeit voraus, in der elementare physikalisch-materielle Seinsmodi die mentalen Zustände und Vorgänge – im Modus eines höheren und einheitlichen Seinsmodus – ständig ontologisch verursachen. Diese zweifache Natur einer neuronal-ontologischen Kausalität, nämlich die konstante und existenzielle Verursachung des Subjekts und die momentanen Verursachungen der subjektiven Vorgänge (Empfindung, Wahrnehmung, Erkennen, Denken usw.), scheint das Problem des Kausalzusammenhangs zwischen dem Leib und dem Subjekt zu bewältigen. Allerdings ist die ontologische Kausalität nicht auf die kausale Wechselbeziehung zwischen der leiblichen und der mentalen Wirklichkeit zu beschränken, sondern auf die Existenzmodi der gesamten physikalisch-materiellen Wirklichkeit zu erweitern.


SWD-Schlagwörter: Descartes, René , Leib-Seele-Problem , Kausalität , Wirklichkeit , Mentale Verursachung , Philosophy of Mind
Freie Schlagwörter (deutsch): Prinzessin Elisabeth von Böhmen , Kausale Geschlossenheit , Wirklichkeit und Ursächlichkeit , Ontologische Kausalität , Kausale Autonomie des Subjekts
Freie Schlagwörter (englisch): Nexus between the Body and the Mind , Princess Elisabeth of Bohemia , Ontological Causation , Mental Causation , Brain-Mind-Reductionism
Institut: Philosophisches Seminar
DDC-Sachgruppe: Philosophie
Dokumentart: Aufsatz
Quelle: Journal of Dharma 33 (2008), S. 33 - 56
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 30.04.2009
Bemerkung: Diese Abhandlung wurde bereits in der Zeitschrift „Journal of Dharma“ (Bd: 33-1, Bangalore, Indien, January-March 2008) veröffentlicht. Sie basiert u. a. auf den folgenden Untersuchungen, die ich beim FreiDok im Rahmen meiner postdoctoral Forschung veröffentlicht habe: „Modi der Wirklichkeit: die ontische Struktur der Wirklichkeit und das Problem der zureichenden Kausalität“ (Modes of Reality: the ontic structure of reality and the problem of sufficient causation: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4936/) und „Domänen des Subjekts“ (Domains of Mind: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2660/).
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