Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Eingang zum Volltext

Lizenz

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-65176
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/6517/


Gkaras, Christophoros

Hermippos: die Fragmente : ein Kommentar

Hermippus: the fragments : a commentary

Dokument1.pdf (2.398 KB) (md5sum: f66af44cddf53808b2ccba847d5ff8a1)

Kurzfassung in Deutsch

Die vorliegende Arbeit ist ein Kommentar zu den Fragmenten des altgriechischen Dichters Hermippos, der zu der ersten Phase (die Archaia) der altgriechischen Komödie gehört. Der Dichter dürfte gegen 438 v. Chr. debütiert haben und bis ungefähr ans Ende des Jahrhunderts tätig gewesen sein, steht also zeitlich zwischen Kratinos und Aristophanes (oder Eupolis). Nach dem byzantinischen Lexikon Suda verfasste er 40 Komödien, von denen uns 10 Titel und 94 Fragmente erhalten sind. Er gewann vier Mal an den Lenäen und mindestens einmal an den Dionysien. Die Zahl seiner Siege, die bemerkenswerte Produktivität und die lange Laufbahn deuten darauf hin, dass er zu den bedeutendsten Komödiendichtern der alten Komödie gehörte.
In der Einleitung werden Informationen über sein Leben, seine Karriere und sein Werk (betreffend der Datierung der Stücke) gegeben. Diskutiert wird auch die umstrittene Historizität des von Hermippos gegen Aspasia, die Gemahlin Perikles’, erhobenen Prozesses, von dem Plutarch im 32. Kapitel seiner Vita des Perikles berichtet, und die iambographische und parodische Tätigkeit des Dichters. Außerdem werden die in Hermippos’ Dichtung belegte Richtungen, Themen und Angriffsziele behandelt. Das politische Element scheint zwar in Hermippos’ Dichtung vorherrschend zu sein, es ist jedoch sicher, dass der Dichter ein Interesse an mythologische Themen gehabt hat.
Die Fragmente sind zum größten Teil in lexikographischen und grammatischen Quellen erhalten und variieren in der Größe von einem Wort bis einigen Zeilen. Hermippos ist außerdem der am besten belegte Fall iambographischer Tätigkeit im 5. Jahrhundert und am Schluss der Arbeit werden die 8 erhaltenen iambischen Fragmente kommentiert.
Weitere Ziele der Dissertation, außer der sprachlichen Analyse des Textes, sind einen plausiblen Zusammenhang der Fragmente mit der zugehörenden Komödie herzustellen, den Plot der letzteren zu rekonstruieren, ihre Datierung zu bestimmen, Bezüge zu anderen Komödien oder Tragödien festzustellen und sie in den politischen und historischen Rahmen einzugliedern.


Kurzfassung in Englisch

This dissertation is a commentary of the fragments of the ancient greek comic poet Hermippus, who belongs to the first period (Archaia) of Greek comedy. Hermippus made his debut around 438 BC und continued composing comedies until approximately the end of the 4th century BC. Therefore he is considered to be active between Cratinus und Aristophanes. Suda gives us the information, that he wrote 40 comedies, but only 10 of them and 94 fragments survived. He was 4 times victorious at the Lenaia und at least once (but more probably twice or thrice) at the Dionysia. The number of his victories, his impressive productivity and his long career indicate, that he must have been one of the most important comic poets of Old comedy.
In the introduction of the dissertation some information is provided concerning his life, his career and his work. The very controversial historicity of a trial case reported by Plutarchus, that Hermippus held against Aspasia is also being thoroughly discussed. Controversial is also his activity as an iambographic and parodic poet. The introduction deals also with the various topics, themes, interests and ridicule targets appearing in his comedies. Despite the fact that the political element seems to be predominant in his poetic production, it can certain, that he also showed interest for mythological themes.
The fragments are mostly saved in lexicographical and grammatical sources and vary in size from one word to a few verses, or seldom more. Hermippus is also the best supported case of iambographic activity in the 5th century BC, so in the end of the book, a commentary of the 8 saved iambic fragments has been added.
Apart from the linguistic analysis of the texts, further ambitions of this dissertation are to establish a plausible connection of each fragment to the belonging comedy, and more important, to try to reconstruct the plot of each comedy, determine its date, establish reference points with other comic or tragic plays and integrate Hermippus’ comedies in the political and historical context of his era.


SWD-Schlagwörter: Komödie , Kommentar
Freie Schlagwörter (deutsch): Hermippus , Hermippos , alte Komödie
Freie Schlagwörter (englisch): comedy , old comedy , commentary
Institut: Seminar für Klassische Philologie
Fakultät: Philologische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Griechische Literatur
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Zimmermann, Bernhard (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.01.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 22.05.2009
Indexliste