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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-66116
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/6611/


Faupel, Titus

Einsatz von RFID zur Optimierung dezentraler Materialfluss-Steuerung : ein Informationssystem zur Flexibilisierung der Reihenfolgeplanung in Kanban

RFID for the optimization of decentralised material flow control : an information system for the flexibility of sequence planning in Kanban

Dokument1.pdf (1.298 KB) (md5sum: 50125428cae856230fff1c61c6f36bac)

Kurzfassung in Deutsch

Die automatisierte und sichtkontaktfreie Objektidentifikation auf Basis der RFID-Technolgie gewinnt zunehmend an ökonomischer Bedeutung. So verspricht die Einbettung von RFID-Transpondern in die physikalische Umgebung eine allgegenwärtige Datenerfassung, so dass die Lücke zwischen physikalischer Umgebung und deren informatischem Abbild geschlossen werden kann. Im betrieblichen Kontext sind somit Leistungssteigerungen zum einen durch die Reduktion manueller Arbeit (automatisierte Informationssammlung) und zum anderen durch die Ausnutzung zusätzlicher bzw. qualitativ besserer Informationen über die physikalische Umwelt (Verbesserung der Informationsqualität) denkbar.

Aktuelle Fallstudienuntersuchungen zeigen, dass der betriebliche Einsatz von RFID als reine Automatisierungstechnologie in der Regel nicht die erwünschten Leistungssteigerungen zur Folge hat. In manchen Fällen ist sogar zu beobachten, dass es bei einem solchen Vorgehen zu einer Verschlechterung im Vergleich zum Status quo kommt. Dennoch wird RFID nach wie vor größtenteils als reine Rationalisierungstechnologie verstanden. Dies zeigt sich beispielsweise im Rahmen kanban-basierter Fertigungssysteme, welche der Arbeit als Fallstudie dienen. So sind zwar erste Konzepte bekannt, welche eine Optimierung von Kanban mittels RFID anstreben, diese verfolgen allerdings ausschließlich das Ziel, die bisherige händische Informationserfassung (bspw. das Auslesen der Kanban-Karte mit einem Barcode-Lesegerät) zu automatisieren. Die Ausnutzung der betriebswirtschaftlichen Potentiale von RFID ist im Rahmen solcher Konzepte nicht zu erwarten. Die Arbeit löst sich von dem Standpunkt, wonach RFID als reine Automatisierungstechnologie aufgefasst wird und fokussiert auf den Entwurf eines Informationssystems, mit Hilfe dessen die erweiterte Informationsbasis im Rahmen von kanban-basierten Fertigungssystemen ausgenutzt werden kann.

Ausgehend von den neuen Möglichkeiten der Informatisierung betrieblicher Prozesse mittels RFID, ist es Ziel der Arbeit, ein neues Informationssystem zu entwickeln, mit Hilfe dessen das bisher nur suboptimal gelöste Problem der Reihenfolgenplanung in Mehrprodukt Kanban-Systemen optimiert werden soll. Dabei steht die Flexibilisierung der Reihenfolgenplanung im Vordergrund. So soll das System eine gezielte und variable Beeinflussung der Reihenfolgeplanung hinsichtlich mehrerer, zum Teil gegenläufiger, betriebswirtschaftlicher Zielgrößen erlauben. Dabei soll gleichzeitig sichergestellt werden, dass die Entscheidungen bezüglich des Reihenfolgeplans ohne bedeutenden Zeitverlust getroffen werden können und somit eine zeitnahe Anpassung an eine veränderte Produktionssituation möglich ist.


Kurzfassung in Englisch

The automated and contact-free object identification based on RFID technology is gaining in economic importance. Thus, embedding RFID transponders in the physical environment promises a ubiquitous data collection, resulting in a real-time connection between the physical environment and the digital image. Business performance improvements can be achieved by the automation of information acquisition ("automation") and by the utilisation of additional or qualitatively improved information about business resources ("informatization").

Current case studies indicate that the operational deployment of RFID technology as a pure automation technology usually does not have the desired performance improvements. In some cases, such an approach even leads to a decline of the status quo. Nevertheless, RFID is still mostly understood as an automation technology. This is reflected, for instance, in the context of Kanban-based manufacturing systems, which is used as a case study in this dissertation. Thus, initial concepts are published, in which an optimization of Kanban by RFID is aspired. However, these concepts solely aim at the automation of current manual information acquisition. Within such concepts, the use of the full potential of RFID cannot be expected. The author disassociated himself from the position that RFID is a pure automation technology and focused on the design of an information system, whereby the advanced information basis can be exploited in the context of Kanban-based production systems.

Based on the new possibilities of RFID, the aim of the dissertation is the development of a new information system, whereby the hitherto suboptimally solved problem of sequence planning in multi-product Kanban systems can be optimized. The focus is thereby on the flexibility of sequence planning.


SWD-Schlagwörter: RFID , Wirtschaftsinformatik , Kanban-System
Freie Schlagwörter (englisch): RFID , Business Informatics , Kanban
Institut: Institut für Informatik und Gesellschaft
Fakultät: Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftliche Fakultät
DDC-Sachgruppe: Informatik
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Müller, Günter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.05.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 23.06.2009
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