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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-68899
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/6889/


Schäfer, Lisa

Theaterspielen im Leben Jugendlicher : Identitätskonstruktionen von krebskranken und gesunden Jugendlichen in einem gemeinsamen Theaterprojekt

Performing theatre in the lives of adolescents : the construction of identity of both healthy adolescents and those suffering from cancer participant in a joint theatrical project

Dokument1.pdf (1.466 KB) (md5sum: 19299172c8eaf1723f905a90daa7c833)

Kurzfassung in Deutsch

Die Diplomarbeit beschäftigt sich aus qualitativer Perspektive mit der subjektiven Sichtweise gesunder und krebskranker Jugendlicher im Hinblick auf ein Theaterprojekt, in dessen Verlauf die Jugendlichen gemeinsam ein Theaterstück mit dem Titel „Kennwort: Hoffnung“ zum Thema Krebs im Jugendalter erarbeitet und auf die Bühne gebracht haben.
Gegenstand des empirischen Teils der Arbeit ist die Frage, welche Themen die Jugendlichen im Hinblick auf sich und ihre Erfahrungen mit dem Theaterprojekt „Kennwort: Hoffnung“ relevant machen und ob und wie sie dabei sprachlich Identitätsprojekte herstellen und vermitteln. Der Untersuchung liegen neun Leitfadeninterviews mit krebskranken und gesunden Jugendlichen, die an dem Projekt mitgewirkt haben, zugrunde. Die Interviews wurden datenbasiert auf fallübergreifender Ebene in Anlehnung an die Methoden der Grounded Theory codiert und einzelne Textstellen parallel dazu textanalytisch ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Jugendlichen in Bezug auf das Aufeinandertreffen ihrer normalerweise getrennten Lebenswelten im Projekt sowohl Erfahrungen von Fremdheit und Unvereinbarkeit als auch einen Prozess der Annäherung, des Austauschs und schließlich gemeinschaftliche, kollektive Erlebnisse beschreiben. Sie positionieren sich in den Interviews als ExpertInnen für die von ihnen jeweils relevant gemachten Lebenswelten Theater und Krebserkrankung.
Es konnte datenbasiert eine theoretische Abstraktion erstellt werden, die anhand der unterschiedlichen von den Jugendlichen relevant gemachten Themen zeigt, wie sie in Bezug auf ihre Erfahrungen im Projekt „Kennwort: Hoffnung“ im Interview sprachlich Identitätsprojekte herstellen.
Die Ergebnisse lassen sich schlüssig in den Forschungskontext zu den Themen Jugend, Krebserkrankung im Jugendalter und Theaterarbeit mit Jugendlichen einordnen. Sie bieten Erkenntnisse im Hinblick auf die zugrunde liegenden Prozesse des Projekts und deren Relevanz für die Jugendlichen. Damit bieten sie eine gute Grundlage für weitere Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet.


Kurzfassung in Englisch

Working from a qualitative perspective, this diploma thesis is concerned with the subjective perceptions of both healthy adolescents and those suffering from cancer in relation to a theatrical project. Over the course of said project, the adolescents put together and staged a play with the title ‘Kennwort: Hoffnung’ (‘Password: Hope’), about the theme of cancer in adolescence.
The focus of the empirical part of the work is the question of which themes the adolescents express as relevant to themselves and their experiences regarding the project. The extent to which they are able to use these experiences to create and communicate narrative identity is investigated. The thesis is based on nine guideline-based interviews with both healthy adolescents and those suffering from cancer who have taken part in the project. The interviews were coded in bottom-up fashion using Grounded Theory methodology. Parallel to this, individual passages of text were evaluated in text analytical fashion.
The results show that when describing the meeting of their normally separate worlds during the project, the adolescents describe, in addition to experiences of otherness and apartness, a process of growing together, exchanging and, finally, of collaborative shared experience. They position themselves in the interviews as experts on the areas which they themselves make relevant, these being those of theatre and cancer respectively.
Based on the data gathered in the interviews, a theoretical abstraction could be generated in bottom-up fashion that shows how the adolescents create narrative identity during the interviews via the expression of their experiences in the project ‘Kennwort: Hoffnung’.
For the purposes of research, a final categorization of the research contexts can be made into the areas of cancer in adolescence and theatrical work with adolescents. The results offer insights with regard to the impulses behind the theatre project and its relevance to the adolescents. In this, they establish a good basis for further research in this area.


SWD-Schlagwörter: Identität , Jugendsozialarbeit , Jugend , Jugendpsychologie , Jugendsoziologie , Krebs <Medizin, Motiv> , Krebs <Medizin> , Freiburg <Breisgau> / Städ
Freie Schlagwörter (deutsch): Element 3 Verein zur Förderung der Jugendkultur e.V. , &#8222;Kennwort: Hoffnung&#8220; , Jugendtheaterprojekt , Leitfadeninterview
Freie Schlagwörter (englisch): guideline-based interviews
Institut: Institut für Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 29.09.2009
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