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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-7035
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/703/


Becker, Anne Katrin

„Ruhrdeutsch“ – Die Sprache des Ruhrgebiets in einer umfassenden Analyse

“Ruhrdeutsch” – an extensive analysis of language of the Ruhr area

Dokument1.pdf (2.968 KB) (md5sum: 6106c8ae7dc5cd2296d356d1cc70a0c1)

Kurzfassung in Deutsch

Im Ruhrgebiet läßt sich in den letzten Jahrzehnten ein Prozeß beobachten, der den meisten Sprachwissenschaftlern bereits aus der Geschichte bekannt ist: Vergleichbar mit dem (Ober-)Sächsischen im 12./13.Jahrhundert und im folgenden mit dem Siebenbürgischen als einer der Enklavesprachen bildet sich heute in dieser Region eine greifbar eigenständige Sprachform heraus, die zum Träger eines gemeinsamen Identitätsbewußtseins wird. Diesen neuen' Regiolekt des Ruhrgebiets in seiner kommunikativen Dimension weitreichend zu erfassen, ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit. Die Sprache als die entscheidende Fähigkeit der Menschen, permanent in kreativer Weise produktiv und rezeptiv ihre eigene Lebenswelt zu erfassen und mitzugestalten, stellt ein Forschungsobjekt mit vielen Facetten dar. Die Sprache des Ruhrgebiets – das „Ruhrdeutsche“ – konzentriert diese enge Verflechtung von Medium und Mensch auf gut 150 Jahre ihrer eigenen Geschichte. Gleichzeitig handelt es sich beim Ruhrdeuschen jedoch um einen mehr als komplexen und umstrittenen Regionalsprachgestus. Das Wesen und die Bedeutung des Ruhrdeutschen für die Menschen in dieser einzigartigen und stark umstrittenen Region und der mit ihr und ihrer Entstehungsgeschichte verbunden Sozialkultur ansatzweise zu erfassen, verlangt daher immer wieder Antworten auf viel grundlegendere Fragen der Sprachwissenschaft – die notwendig zu beantworten sind, wenn die Sprachforschung ihre gesellschaftliche Relevanz behalten soll. Mit den Mitteln der rezeptiven und produktiven Stilanalyse konnte ich einen wichtigen Einblick in das „Wesen der Ruhrgebietssprache“ vermitteln und es damit zugleich in seiner heutigen diastratischen Umfassendheit darstellen.


Kurzfassung in Englisch

In the last few decades there has been a process in progress in the German Ruhr Area which is already well-know to most linguistics from history: Similar to what happened to the (Upper) Saxon dialect in the 12th and 13th centuries an subsequently also to the Siebenbürgen variety (an enclave language) a variety in its own right is currently emerging in the Ruhr Area. It is more and more developing into a symbol of a common local identity.
The central aim of this dissertation is to describe this ‘new’ regional variety of the Ruhr Area in its communicative dimension. Through language human beings are able to permanently describe an (re)create their world in a productive as well as in a receptive way. The study of language in this context is a topic with many different aspects. This tight interconnection between the linguistic medium and the people who speak it is clearly visible in the last 150 years of the history of the Ruhr Area, the so-called “Ruhrdeutsch”. Moreover, Ruhrdeutsch is a very complex and controversial regional variety. The natur of Ruhrdeusch is important for the people in this unique region and for the social culture which is connected to this variety and to the history of its emergence. Therefore, it is necessary to search for answers to the very fundamental questions of linguistics, if the study of language is to keep its relevance for society. With the help of receptive as well as productive stylistic analysis I have given an insight into the nature of Ruhrdeutsch to be able to present it in its diastratal whole.


SWD-Schlagwörter: Ruhrgebiet / Mundart , Variation / Stilistik , Kulturelle Identität , Kabarett , Strukturelle Stilistik
Freie Schlagwörter (deutsch): Varietätenlinguistik , Regiolekt , Norm , Humor , Ruhrdeutsch
Freie Schlagwörter (englisch): sociolinguistics , dialectology , linguistic variety , norm modern dialects , cabaret
Institut: Dt. Sem. 1 Inst. f. Deutsche Sprache u. Ält. Lit.
Fakultät: Philosophische Fakultät III (bis Sept. 2002)
DDC-Sachgruppe: Deutsch, germanische Sprachen allgemein
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Knoop, Ulrich (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.02.2003
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 28.05.2003
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