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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-7312
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/731/


Oemus, Holger

T-Zell vermittelte Lyse Dendritischer Zellen in vivo und in vitro

T-cell mediated lysis of dentritic cells in vitro and in vivo

Dokument1.pdf (1.107 KB) (md5sum: 9f5a7c9bbaf31884d5346966cd197c10)

Kurzfassung in Deutsch

Dendritischer Zellen (DC) sind die wichtigsten Initiatoren spezifischer Immunantworten. Eingefangene Antigene präsentieren sie über MHC-Moleküle an T-Zellen und leiten beim spezifischen Erkennen deren klonale Expansion ein. Die CD8+ T-Zellen wandern fortan durch den Körper auf der Suche nach demselben zellgebundenen Antigen in Form von virusinfizierten Zellen und Tumorzellen, um diese Zellen zu lysieren. Es stellte sich die Frage, ob die einmal aktivierten T-Zellen auch die das Antigen präsentierenden DC eliminieren. Dies könnte einerseits die zügige Entwicklung einer Immunantwort behindern, andererseits ein sehr kurz gekoppelter Regulationsmechanismus zur Steuerung einer Immunantwort darstellen.
Unter Verwendung des Modellantigens GP33 konnte in vivo und in vitro gezeigt werden, dass antigenpräsentierende DC von aktivierten spezifischen CD8+ T-Lymphozyten lysiert werden. Die klonal expandierenden, aktivierten T-Zellen verwendeten zur DC-Lyse während der ersten Zellzyklen vorwiegend den Fas-Mechanismus, der ab dem 2. Tag durch den sich langsamer herausbildenden Perforin-Mechansimus zunehmend abgelöst wurde.
Die DC waren der Lyse durch T-Zellen aber nicht schutzlos ausgesetzt, sondern regulierten ihre Lysesensibilität gegenüber beiden Mechanismen in Reaktion auf Zytokine, Erregerstrukturen (LPS) und Zell-Zellsignalen (CD40). Die mit der Lyseresistenz einhergehende längere Überlebenszeit Dendritischer Zellen und ihr Vermögen, mehr Lymphozyten pro APC aktivieren zu können, stellt eine weitere Regulierungsebene einer beginnenden Immunantwort dar.
Zudem wurden die in klinischen Immunisierungsprotokollen zur Erlangung eines spezifischen T-Zell-Antitumortiters verwendeten repetitiven Gaben peptidbeladener DC betrachtet. Die bei der ersten Applikation peptidbeladener DC aktivierten T-Zellen vermochten DC einer weiteren Stimulation spezifisch zu zerstören. Dieser Effekt kann durch die Gabe einer ausreichend hohen Anzahl peptidbeladener DC kompensiert werden.


SWD-Schlagwörter: Dendritische Zellen , T-Lymphozyt , Perforine , fas , Lyse
Freie Schlagwörter (deutsch): DC , Zelltod , Stimulation , Perforin , T-Zelle
Freie Schlagwörter (englisch): t-cell , dendritic cell , lysis , cell death , expansion
Institut: Inst. für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum (bis Sept. 2002)
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Schumacher, Martin (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.07.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 24.06.2003
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