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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-7448
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/744/


Römer, Petra

Klinische Auswirkungen von kuhmilch-basierten Muttermilch-Supplementen für Frühgeborene

Dokument1.pdf (1.364 KB) (md5sum: e9c9222941ac541d8521b68227ea1ebc)

Kurzfassung in Deutsch

Für Frühgeborene reicht die Muttermilch als Ernährung in ihrer Zusammensetzung nicht aus. Verschiedene Muttermilch-Supplemente reichern sie dem Bedarf entsprechend an.
Es galt herauszufinden, ob sich die beiden Supplemente Eoprotin (intaktes Kuhmilchprotein) und FM 85 (Hydrolysat aus Molkeproteinen) hinsichtlich ihrer Allergenität in Bezug auf Kuhmilchallergien unterscheiden und bei den Kindern eine unterschiedliche Immunantwort und atopische Manifestationen auslösen.
42 Frühgeborenen wurde randomisiert eines der Supplemente zugewiesen und über eine bestimmte Zeitdauer der Muttermilch beigemengt. Zum Studienende (Ende 1. LJ) lieferten 33 Kinder verwertbare Ergebnisse. Zur Bestimmung von IgA/ IgG gegen Casein und BLG (ELISA) und IgE gegen Gesamtkuhmilchprotein (CAP RAST-FEIA) fanden verschiedene Blutentnahmen statt. Klinische Untersuchungen dienten der Feststellung atopischer Manifestationen.
Das Gesamt- IgE und das spezifische IgE zeigte keine signifikanten Unterschiede, bzw war zu allen gemessenen Zeitpunkten gleich null. Der Antikörper-Verlauf des IgA gegen BLG könnte ein Hinweise darauf sein, dass es in der frühen Frühgeborenenzeit unerheblich ist, ob Kuhmilchprodukte gefüttert werden. Die gesamte Antikörperentwicklung deutet darauf hin, dass die erweiterte Ernährung der Kinder mit Vollmilch/Milchbreie eine allgemeine Antikörperreifung verursacht. Die Stilldauer hatte auf diese Entwicklung keinen Einfluss. Signifikant mehr atopie-spezifische Hautbefunde zeigten im 1. Lebenshalbjahr die Kinder der FM 85- Gruppe, die auch vermehrt atopisch vorbelastet waren (nicht signifikant). Die Eoprotin-Gruppe jedoch hatte zum gleichen Zeitpunkt bereits vermehrt Vollmilch und Milchbreie erhalten, was darauf hindeuten könnte, dass durch das Supplement Eoprotin eine bessere Toleranzentwicklung gegenüber Kuhmilchproteine entstanden ist. Insgesamt ist das Allergie-Risiko für Frühgeborene als nicht signifikant beeinflussbar durch die Wahl bestimmter MM- Supplemente einzuschätzen.


SWD-Schlagwörter: Muttermilch , Kuhmilchallergie , Frühgeborenes , Atopie
Freie Schlagwörter (deutsch): Supplement , Eoprotin , FM 85 , Casein , ß-Lactoglobulin
Institut: Univ.-Kinderklinik
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum (bis Sept. 2002)
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Forster, Johannes (Professor Dr. med)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.07.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 04.07.2003
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