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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-74474
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/7447/


Haase, Juliette

Allgemeine Wirkfaktoren nach Grawe in der Alkoholismusspezifischen Psychotherapie im Vergleich zur Interpersonellen Psychotherapie

Common efficacy factors of Grawe in the alcoholic specific psychotherapy in comparison to interpersonal psychtherapy

Dokument1.pdf (987 KB) (md5sum: e4511aa42a6c196195327eca2ba7a860)

Kurzfassung in Deutsch

Hintergrund: Die Behandlung alkoholbezogener Störungen ist aufgrund der hohen Prävalenz von großer Bedeutung. Die Alkoholismusspezifische Psychotherapie (ASP) ist ein störungsspezifisches kognitiv-behaviorales Behandlungskonzept, zu dessen therapeutischem Prozess noch keine Untersuchungen vorliegen.
Fragestellungen: Im ersten Teil der Arbeit wird das Ausprägungsprofil der allgemeinen Wirkfaktoren nach Grawe in der Anfangsphase der ASP untersucht. Um die Spezifität der gefundenen Zusammenhänge zu überprüfen, wurde zudem eine
vergleichbare Analyse anhand der Interpersonellen Psychotherapie (IPT) durchgeführt.
Methode: Im Rahmen einer Therapiestudie wurden 28 Patienten mit Alkoholismusspezifischer Psychotherapie behandelt. Die ersten beiden Sitzungen von 25 Patienten wurden mittels der Cubus-Analyse hinsichtlich ihrer Prozessmerkmale ausgewertet.
Ergebnisse: In der ASP erreichte das Wirkprinzip Klärung mit einem Mittelwert von 1,18 (IPT: 1,73) auf einer Skala von 0 bis 4 die höchste Ausprägung, gefolgt von dem Wirkfaktor Ressourcenaktivierung (Skalenmittelwert 0,54). Dieser wurde in der IPT mit einem Mittelwert von 2,3 am häufigsten initiiert. Die Wirkfaktoren Problemaktualisierung (Skalenmittelwert ASP: 0,36; IPT: 0,71) und Bewältigung (Skalenmittelwert ASP: 0,12; IPT: 0,31) wurden in beiden Therapieformen nur wenig realisiert. Im Vergleich mit der IPT erreichten die Wirkfaktoren in der ASP einen niedrigeren Ausprägungsgrad.
Schlussfolgerungen: Die insgesamt gering realisierten Wirkfaktoren geben einen Hinweis auf ungenutzte therapeutische Möglichkeiten der ASP. Insbesondere das Wirkprinzip Ressourcenaktivierung erscheint im Vergleich gering ausgeprägt, obgleich das Therapiekonzept der ASP dessen Initiierung schwerpunktmäßig vorsieht. Die gewonnenen Erkenntnisse sollten zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten alkoholbezogener Störungen in die Ausbildung zukünftiger ASP Therapeuten integriert werden.


Kurzfassung in Englisch

This study examines the profile of Grawes common efficency factors for the initial phase of combined behavioural intervention (CBI). The results were compared to an existing efficency factor profile of interpersonal psychotherapy (IPT).
The common efficency factors were determined by analysing therapy sessions using the cubus analysis method.
In CBI the factor “clarification” reached the highest value, followed by “resource activation”. The latter was rated highest in the IPT. The IPT profile shows higher values for all indicators.
The fact that all factors are rated relatively low in CBI indicates a high unused potential for therapeutic development in this field.


SWD-Schlagwörter: Grawe, Klaus , Ambulante Psychotherapie
Freie Schlagwörter (deutsch): Allgemeine Wirkfaktoren , Alkoholismusspezifische Psychotherapie , ASP
Freie Schlagwörter (englisch): Common efficacy factors , Grawe , Combined Behavioral Intervention , CBI
Institut: Dekanat Medizinische Fakultät
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Berner, Michael, (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.10.2009
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 05.05.2010
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