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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-76605
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/7660/


Meisen, Stefanie (Red.) ; Falk, Leonhard (Red.)

20 Jahre FMF


Kurzfassung in Deutsch

Innovationen in der Materialforschung bereiten den Weg für
moderne Technologien und bringen den Wandel in unserer
Gesellschaft. Epochen der Geschichte werden aus gutem
Grund nicht nach Kaiser und Königen sondern nach Materialien
benannt. Neue Materialien, Effekt- und Wirkstoffe
haben das Leben der Menschen verlängert und stehen für
hohe Lebensqualität. Zu Beginn des 21.Jahrhunderts spielt
die interdisziplinäre Materialforschung und das intensive
Wechselpiel von Grundlagen- und Anwendungsforschung
eine sehr zentrale Rolle bei der Sicherung der menschlichen
Grundbedürfnisse nach Nahrung, Wohnung, Kleidung,
Mobilität, Kommunikation, Energie und Gesundheit
sowie bei der effizienteren Nutzung von immer knapper
werdenden Ressourcen. Die moderne Materialforschung
ist sehr vielseitig und erfordert unkonventionelles Denken
und Handeln, Dynamik, Praxisrelevanz der Forschung und
die Fähigkeit in der Forschung über den Grabenrand der
einzelnen Disziplin hinaus zu blicken, Verantwortung in der
Gesellschaft zu übernehmen und die Nachhaltigkeit von
neuen Entwicklungen zu gewährleisten. Diese Vision der
fach- und institutionsübergreifend angelegten Materialforschung
an der Universität war Grundlage für die Konzeption
des Freiburger Materialforschungszentrums (FMF) und
wurde bereits im Dezember 1987 in einem gemeinsamen
Memorandum der Professoren Cantow und Thiele (damals
Fakultät für Chemie und Pharmazie), Hertel und Honerkamp
(damals Fakultät für Physik), Keller und Krämer
(damals Fakultät für Geowissenschaften) vorgestellt. Sehr
aktiv unterstützt durch den damaligen Rektor Christoph
Rüchardt, wurde die Vision dann im März 1990 Realität
mit der Gründung des FMF als zentrale Forschungseinrichtung
der Universität Freiburg. Das FMF ist ein "Pool"
für Kreativität und Materialforschungsinfrastruktur und hat
sich schon in kurzer Zeit als sehr wirkungsvolle Drehscheibe
für Kooperationen mit Instituten der Universität und der
Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Wirtschaft erwiesen. Zu
den Mitgliedern aus den drei Fakultäten der Gründerzeit kamen
1998 auch Mitglieder aus der Fakultät für Angewandte
Wissenschaften (heute Technische Fakultät) hinzu. Im Jahr
2007 wurde die Brücke zur Bionik und Biologie geschlagen
mit dem neuen Forschungsschwerpunkt "Bioinspirierte Materialien
und Technologien".
Kennzeichen des FMF ist hohe Transparenz, dokumentierte
durch die jährlich im Geschäftsbericht veröffentlichte Leistungsbilanz
seiner Mitglieder. Nach Bezug des Neubaus
1994 und durch die Einrichtung der FMF-Servicegruppen
mit Technologielaboratorien wurde die Konkurrenzfähigkeit
der Freiburger Materialforschung erheblich gesteigert, eindrucksvoll
manifestiert durch das sprunghaften Ansteigen
von Publikationen, Patenten und Dittmitteleinwerbung (von
0,59 Mio € im Jahr 1991 auf 3,60 Mio € im Jahr 2009, bei
seit zwanzig Jahren leicht rückläufiger Grundfinanzierung
von momentan 0,58 Mio €).
Das FMF hat über viele Jahre sehr erfolgreich Nachwuchsförderung
betrieben. So erwiesen sich die Gruppenleiter-
Stellen im FMF als ideale Startpositionen für den wissenschaftlichen
Nachwuchs mit eigenständigen Gruppen und
Funktionen. Unter den FMF-Alumni finden sich vier ehemalige
FMF-Gruppenleiter als Lehrstuhlinhaber. Die in der
praxisnahen Grundlagendforschung versierten ehemaligen
Doktoranden und Doktorandinnen haben Karriere in der
Wirtschaft gemacht. Im FMF qualifizierte Mitarbeiter werden
von der Industrie gesucht.
Die Arbeit des FMF wird seit nunmehr über zwanzig Jahren
getragen vom Enthusiasmus seiner Mitglieder und zahlreicher
Studierenden, die im FMF an die Materialforschung
herangeführt werden. Das FMF hat über zwanzig Jahre
seine Dynamik bewiesen und ist erfolgreich auf Veränderungen
in der Wissenschaft und in der der Universität eingegangen.
Im Jahr 2007 wurde das FMF gemeinsam mit der
Freiburger Makromolekularen Chemie vom Wissenschaftsrat
bei der Evaluierung der deutschen Chemie-Fakultäten
mit dem Prädikat „Exzellent“ ausgezeichnet. Obwohl das
FMF in den letzten zehn Jahren einen kompletten Generationswechsel
erlebt hat, ist die Leistungsbilanz davon unverändert
positiv geblieben. Neue Mitglieder haben zahlreiche
neue Forschungsthemen in das FMF eingebracht und das
Methodenspektrum erweitert. Durch diese Dynamik und
das Zusammenspiel von verschiedenen Disziplinen ist das
FMF heute fit für Herausforderungen der Zukunft.
Seit seiner Gründung wird die Funktion des FMF wirkungsvoll
durch seine sehr effiziente Verwaltung und den hohen
Einsatz und die Kompetenzen seiner technischen Angestellten
gewährleistet. Hier möchte ich meinen besonderen
Dank Dr. Stefanie Meisen, seit 1992 Geschäftsleiterin des
FMF, und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aussprechen.
FMF-Mitglieder, Servicegruppenleiter und Servicegruppenleiterinnen,
Doktoranden und Doktorandinnen,
technische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Studierende
tragen durch ihr hohes persönliches Engagement
dazu bei, dass die Vision des FMF mit Leben erfüllt wird
und in hohem Maße zukunftsfähig ist.


SWD-Schlagwörter: Datenanalyse , Dienstleistung , Energie , Nanotechnologie
Freie Schlagwörter (deutsch): Materialforschung , Makromolekulare Chemie , Polymerverarbeitung , Oberflächenanalyse , Detektortechnologie
Institut: Freiburger Materialforschungszentrum
DDC-Sachgruppe: Technik
Dokumentart: Festschrift
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 27.07.2010
Bemerkung: *** Das Dokument steht derzeit nicht zur Verfügung. ***
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