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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-79137
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/7913/


Zech, Timo-Alexander

Morphologische und funktionelle Beurteilung von Gefäßwandparametern der Karotiden im Ultraschall und Hochfeld - MRT

Morphological and functional evaluation of parameters of the vascular wall of carotids in ultrasound and MRI

Dokument1.pdf (3.900 KB) (md5sum: 11e3f64c3f4e207f1d17029aa71ffbb4)

Kurzfassung in Deutsch

1.) Einleitung: Das Ziel der Studie war, Ultraschall und MRT hinsichtlich der Bestimmung der IMD, des Elastizitätsindex DC in der ACC, der Flußgeschwindigkeit in ACC und ACI und des RI miteinander zu vergleichen. Dies wurde an Patienten mit ACI-Abgangsstenose und gesunden Probanden bewerkstelligt. Zudem sollte geklärt werden, wie sich der RI bei Patienten vor und nach Endarterektomie verhält. Die Überprüfung der Reproduzierbarkeit fand für beide Messmethoden statt.

2.) Methoden: Die nach der „leading edge“ Methode bestimmte IMD wurde beidseits in der ACC in einem Bereich ein bis zwei Zentimeter proximal der Bifurkation gemessen. Zudem wurde dort der DC bestimmt. Die Flußgeschwindigkeit wurde in der ACC und distalen ACI gemessen. Alle Messungen erfolgten mit dem Ultraschallgerät „Loqig7“ von GE und einem
3 Tesla MRT von Siemens. Zur Beurteilung der Messqualität wurden alle Messungen mit
10 Probanden wiederholt.

3.) Ergebnisse: Die MRT-Messungen überschätzen den Ultraschall bezüglich IMD bei Patienten um 33 % und Probanden um 50 %. Bei Probanden besteht bei dem Elastizitätsindex eine Abweichung beider Methoden von 0,7 %; bei Patienten beträgt sie 73,7 %. Die systolischen Flußgeschwindigkeiten ergaben eine Überschätzung des Ultraschalls gegenüber dem MRT von 17 - 32 %. Hingegen zeigten sich im MRT diastolisch höhere Werte. Der RI zeigt eine Überschätzung der Ultraschallmessungen verglichen zum MRT von 12 - 33 %. Beide Fallgruppen im Vergleich zeigen keine signifikante Abweichung der RIs in ACC und ACI. Zudem ergab sich nach Endarterektomie keine Verringerung der RIs bei Patienten.

4.) Diskussion: Eine Übertragung der Grenzwerte der IMD des Ultraschalls auf
MRT-Untersuchungen ist nicht möglich. Die Abweichung beider Methoden bei der Bestimmung des DC bei Patienten liegt am wahrscheinlichsten an der zu geringen Fallzahl. Dennoch konnte eine gute Methode zur Elastizitätsbestimmung im MRT etabliert werden, was sich aus der exzellenten Reproduzierbarkeit der DC-Bestimmung im MRT ableiten lässt. Das unterschiedliche Verhältnis bei systolischen und diastolischen Flußgeschwindigkeiten könnte an methodischen Unterschieden (MRT 3D, Ultraschall 2D) liegen. Der RI bei Patienten zeigt postoperativ höhere Werte, wobei nach Beseitigung der Stenose ein geringerer RI zu erwarten wäre. Dies liegt am wahrscheinlichsten an einer zu geringen Fallzahl, was in einer Folgestudie mit höherer Teilnehmerzahl überprüft werden könnte.


Kurzfassung in Englisch

The aim of this study was to evaluate vascular wall parameters of the carotid in patients with ACI-stenosis and healthy subjects. The used methodes were ultrasound and 3 Tesla MRI. Considered parameters were intima-media-thickness, distensibility coefficient, blood flow and reproducibility.


SWD-Schlagwörter: Ultraschall , NMR-Tomographie , Gefäßwand , Carotis , Carotisstenose , Carotisgabel , Carotischirurgie , Elastizität
Freie Schlagwörter (deutsch): Karotiden , Gefäßwand , Reproduzierbarkeit , Intima-Media-Dicke
Freie Schlagwörter (englisch): carotid , ultrasound , MRI, intima-media-thickness
Institut: Neurozentrum
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Harloff, Andreas (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.11.2010
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 19.01.2011
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