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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-79417
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/7941/


Graf, Klaus

Archäologisches in populären Erzählungen der Frühen Neuzeit

Archaeology in early modern popular tales

Dokument1.pdf (643 KB) (md5sum: 67af8fe082d041a327b227aac5b3c96f)

Kurzfassung in Deutsch

Der Beitrag geht von einem Bericht über den Fund mutmaßlich römischer Tongefäße in Lorch (Württ.) in der Schwäbisch Haller Chronik (1550) des Georg Widmann aus und entwickelt allgemeine Thesen zu "volkstümlichen" Erzählungen (oder "Sagen") zu Bodenfunden: Ein archäologischer Fund war im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit ein kommunikatives Ereignis, Ausgangspunkt von mehr oder minder gelehrten Diskursen. Deutungen entwickelten sich nicht selten im Dialog der unterschiedlichen Meinungen. Der Umgang mit archäologischen Funden und Relikten kann nur verstanden werden, wenn man ihn einbettet in die zeitgenössische Erinnerungskultur mit ihrer Verschränkung aus retrospektiven und prospektiven Elementen. Dabei waren Volks-Kultur und Elite-Kultur auf das engste verzahnt. Das sogenannte ,Volk' griff gelehrte Deutungen auf, wie umgekehrt Gelehrte ihre Deutungen im Dialog mit populären Ansichten entwickelten. Gelehrter und populärer Diskurs lassen sich nicht entwirren.


SWD-Schlagwörter: Erzählforschung , Archäologie , Sagenforschung , Lorch <Ostalbkreis>
Institut: Historisches Seminar
DDC-Sachgruppe: Geschichte
Dokumentart: Aufsatz
Quelle: Vorwelten und Vorzeiten : Archäologie als Spiegel historischen Bewußtseins in der Frühen Neuzeit, hrsg. von Dietrich Hakelberg und Ingo Wiwjorra (= Wolfenbütteler Forschungen 124), Wiesbaden 2010, S. 447-459
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 28.01.2011
Bemerkung: PDF mit unkorrigierter OCR
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