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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-79828
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/7982/


Heinzelmann, Nadine

Behandlungsergebnisse nach Mukosa-Muskularis-Verschiebelappenoperationen zur Behandlung analer Fisteln

Results after endorectal advancement flap repair of anal fistulas

Dokument1.pdf (513 KB) (md5sum: c674b234c177d3e86f289f388362b427)

Kurzfassung in Deutsch

In dieser retrospektiven Studie wurde der Langzeiterfolg von 69 endorektalen Mukosa-Muskularis-Verschiebelappen, bei 50 Patienten (37 weiblich, 13 männlich), untersucht. Die Klassifikation der Fisteln erfolgte nach Parks. Alle Operationen einschließlich Nachsorge fanden zwischen Juni 1996 und August 2007 statt. Alle Patienten litten an einer transsphinktären Fistel, darunter waren 23 Patientinnen (46%) mit rektovaginalen Fisteln. Das Durchschnittsalter der Patienten belief sich zum Operationszeitpunkt auf 41,6 Jahre (Range: 7,9 - 79,5 Jahre).
Bei 44% der Fisteln (n = 22) war eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung die Ursache der Fistel, bei 10% entstand sie aus geburtsbedingten Traumen (n = 5) und bei 4% aus tumorbedingten bzw. gynäkologischen Eingriffen (n = 2). Von unspezifischer Ätiologie und somit kryptoglandulären Ursprungs waren 42%, also 21 Fisteln.
Das Follow – up betrug median 47 Monate (Range: 4 Tage - 131 Monate). Am Ende des Beobachtungszeitraums waren 40 Fisteln verschlossen (80%), 7 Fisteln offen (14%) und 3 Fisteln, aufgrund einer Ileostomaanlage, nicht beurteilbar (6%).
Postoperativ kam es bei 13 der 69 Verschiebelappen (19%) zu Frührezidiven und 16-mal zu Spätrezidiven (23%). Die Spätrezidivrate unter den chronisch-entzündlich darmerkrankten Patienten ist mit 34% (n = 13 von 38 VL) deutlich höher, als bei Patienten, die nicht an einer solchen Erkrankung leiden (10%; n = 3 von 31 VL). Ebenso kommt es bei Patienten mit Immunsuppression gehäuft zu Früh- (43%) oder Spätrezidiven (64%).
Vor der Mukosa-Muskularis-Verschiebelappenoperation litten 8 der befragten Patienten (28%) unter einer Kontinenzstörung, danach ein Patient (4%) weniger. 23 Patienten (74%) sehen die Operation als „vollen Erfolg“ bzw. „Teilerfolg“ an. 24 Patienten (77%) würden die Operation unter denselben Bedingungen sofort wiederholen.
Die sphinkterschonende endorektale Mukosa-Muskularis-Verschiebelappenoperation stellt eine effektive Methode zum Verschluss anorektaler Fisteln dar. Es handelt sich um eine kontinenzerhaltende Methode mit hoher Patientenzufriedenheit.


Kurzfassung in Englisch

From june 1996 until august 2007, 37 female and 13 male patients with transsphincteric fistulae (23 patients with rectovaginal fistulae) underwent 69 endorectal advanement flap repairs.
The mean age was 41,6 years(range: 7,9 - 79,5 years).
Mean follow-up after flap repair was 47 month (range: 4 days- 131 months).
The causes of fistula included cryptoglandular (21 patients), chronic inflammatory bowel disease (22), trauma (5) and obstetric injury (2).
13 (19%) of 69 repairs showed primary failure (during 4 weeks after the flap). The fistula recurred in 16 (23%) of 69 flaps after 4 weeks. Factors that were associated with higher rates of recurrence were patients with chronic inflammatory bowel disease (34%) and the use of steroids.
The endorectal advancement flap is an effective method of repair for anorectal fistulas.


SWD-Schlagwörter: Lappenplastik , Fistula anorectalis
Freie Schlagwörter (deutsch): Mukosa-Muskularis-Verschiebelappen , Analfistel , Wexner-Score
Freie Schlagwörter (englisch): Advancement flap , anal fistula
Institut: Chirurgische Univ.-Klinik
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Ruf, Günther (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.12.2010
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 01.03.2011
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