Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Eingang zum Volltext

Lizenz

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-80061
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/8006/


Bizard, Viola

Beyond vulnerability - managing the fire risk in peatlands : fires and people in Central Kalimantan, Indonesia; anthropological perspectives

Dokument1.pdf (2.578 KB) (md5sum: ed4d263d59dd36a73bddbc17a9e919a0)

Kurzfassung in Englisch

Abstract

The case study at hand discusses emic perspectives on the fire risk in Indonesia’s peatlands. The extensive, recurrent peat fires in the last decades do not only threaten the sustainability of local livelihoods. Burning peat and peat forest also has social, economical, and environmental impact of concern on a global scale, including high CO2 emissions, acrid smoke and haze, and loss of critical carbon sinks and biodiversity. Based on anthropological fieldwork in communities surrounding the tropical peat-swamp forest of Sebangau in Central Kalimantan Province in 2009, the paper addresses how the affected people explain, perceive, mitigate, and cope with the recurrent fires in their environment. On what premises do they build their perception of fire? Which ‘local knowledge’ has been developed to manage the fire risk? How is the performance of these strategies embedded into the regulatory adat framework? And what constraints do people face in their mitigating and coping practices? Experimenting with elements of the vulnerability concept, the case study discusses issues that so far have attracted only little interest in the ongoing debate and therewith provides a differentiated insight into the fire risk and the alleged fire disaster in peatlands.


Die vorliegende Fallstudie diskutiert emische Perspektiven auf das Feuerrisiko in Indonesiens Torfsumpfregenwäldern. Die verheerenden Torfbrände in den vergangenen Jahrzehnten stellen nicht nur eine Bedrohung für die Nachhaltigkeit lokaler Existenzen dar. Brennendes Torfland bzw. Torfwald hat darüber hinaus soziale, ökonomische und ökologische Konsequenzen globalen Ausmaßes wie etwa hohe Kohlenstoffemissionen, gesundheitsschädlichen Rauch sowie Vernichtung wichtiger Karbonsenken und der Biodiversität. Basierend auf einer ethnologischen Feldforschung in Dörfern am Rande des tropischen Torfsumpfregenwaldes Sebangau in Zentral-Kalimantan 2009 befasst sich die Arbeit mit den Erklärungen und der Wahrnehmung der Feuer seitens der betroffenen Bevölkerung vor Ort. Auf welchen Prämissen basiert ihre Wahrnehmung der Feuer? Wie gehen die Menschen mit den wiederkehrenden Feuern in ihrer Umgebung um? Welches ‚lokale Wissen‘ haben sie entwickelt, um die Feuer zu regulieren? Wie ist die Durchführung dieser Strategien in das lokale adat-Regelwerk eingebettet? Und welche Hindernisse widerfahren den Menschen, die Feuer zu verhindern beziehungsweise diese zu bewältigen? Indem mit Elementen des Vulnerabilitätskonzepts experimentiert wird, diskutiert die Fallstudie Aspekte, die in der derzeit geführten Debatte bisher wenig Interesse geweckt haben. Dadurch bietet sie eine differenzierte Sicht auf Feuerrisiko und die vermeintliche Feuerkatastrophe in Torfsumpfregenwäldern.


SWD-Schlagwörter: feuer , torf , vulnerabilität , risiko , indonesien
Freie Schlagwörter (englisch): fire , peatland , vulnerability , risk , Indonesia
Institut: Institut für Völkerkunde
DDC-Sachgruppe: Bräuche, Etikette, Folklore
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Schriftenreihe: Freiburger ethnologische Arbeitspapiere
Band Nummer: 17
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 15.03.2011
Indexliste