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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-80565
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/8056/


Faust, Judith

Untersuchung der Biofilmbildung auf unterschiedlichen oralen Implantatmaterialien in situ

Biofilm formation and composition on different implant materials in vivo

Dokument1.pdf (3.036 KB) (md5sum: d73f47cddd33e40fe1b15ac277e7f33b)

Kurzfassung in Deutsch

Das Ziel dieser Arbeit war die Biofilmbildung auf verschiedenen oralen Implantatmaterialien in vivo zu untersuchen. Die folgenden Materialien wurden untersucht: maschiniertes und gestrahltes aluminiumverstärktes Zirkoniumdioxid, tetragonales Zirkoniumdioxid, ZiUnite, TiUnite und maschiniertes Titan. Als Kontrollprobe diente Rinderschmelz.
Die mittlere Oberflächenrauhigkeit wurde mittels Atomic Force Microscopy (AFM) ermittelt. Mit Hilfe des Rasterelektronenmikroskops (REM) wurde das Oberflächenrelief dargestellt. 12 Probanden trugen die Schienen jeweils für drei und fünf Tage. Für die mikrobiologische Analyse des Biofilms wurden die Fluoreszenz In situ-Hybridisierung (FISH) und die Konfokale-Laser-Scanning-Mikroskopie (CLSM) verwendet. Die Dicke des Biofilms (in µm), sowie die qualitative und quantitative bakterielle Zusammensetzung (in %) wurden bestimmt. Zu den untersuchten Mikroorganismen zählten Streptococcus spp., Fusobacterium nucleatum, Veillonella spp, Actinomyces naeslundii und Eubacteria.
Die Daten wurden mit Hilfe eines Bildanalyseprogramms verarbeitet. Die jeweilige durchschnittliche Biofilmdicke wurde an 3 zufällig gewählten Meßpunkten pro Probeplättchen ermitteln. Sie lag nach dem 3. Tag zwischen 19,78 und 36,73 µm. Nach 5 Tagen betrug die Biofilmdicke zwischen 26,11 und 32,43 µm. Es wurde festgestellt, dass sich die Biofilmdicken trotz der unterschiedlichen Tragephasen kaum voneinander unterschieden. Der Einfluß der Oberflächenrauhigkeit der jeweiligen Implantatmaterialen wurde durch die fortschreitende Anlagerung von Mikroorganismen mit der Zeit kompensiert. Mit Ausnahme von Ti-m nach einer 3 tägigen Tragedauer korrelierten die Biofilmdicken mit den Oberflächenrauhigkeiten. Im Vergleich zu den Rinderkontrollplättchen wurden bei TiUnite, ZiUnite und Ti-m höhere Biofilmdicken erreicht.
Als bakterielle Hauptkomponente wurden Streptococcus spp. nachgewiesen. Die anderen Bakterien wurden als Nebenkomponenten detektiert. Zwischen den Materialien wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt. Zwischen dem 3. und 5. Tag zeigten sich Unterschiede: Hiervon waren vor allem Streptococcus spp. auf Ti-m und ZiUnite, sowie Actinomyces naeslundii auf TZP-A-m betroffen. Die Oberflächenrauhigkeit sowie die chemische Zusammensetzung beeinflussten die Biofilmbildung nur bis zum dritten Tag. Es sollten dennoch weitere Studien mit längeren Tragezeiten und weiteren Implantatmaterialien durchgeführt werden, um weitere repräsentative Aussagen über die späte Biofilmbesiedlung und Langzeiteffekte treffen zu können.


Kurzfassung in Englisch

In this in situ study bacterial adherence was detected on six different oral implant materials.
Bone enamel slabs were the control.Twelve healthy volunteers in the age of 24 - 55 wore dental splints loaded with equal sized pieces of different implant materials
for a period of 3 and 5 days.The influence of the average surface roughness (Ra) and topography of the tested materials was observed.


SWD-Schlagwörter: Biofilm , Implantat , Bakterien , In vivo
Freie Schlagwörter (englisch): biofilm , implant , in situ , bacteria
Institut: Zahn-, Mund- und Kieferklinik
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Hellwig, Elmar (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.03.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 19.04.2011
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