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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-80750
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/8075/


Schmidt, Maximilian

Partial rates with complex dilation

Dokument1.pdf (11.556 KB) (md5sum: 8ab952616a6be75110547351425148e4)

Kurzfassung in Deutsch

Zerfälle können in der Quantenmechanik formal als halber Streuprozess mit ausschließlich auslaufenden Randbedingungen angesehen werden. Solche Prozesse kommen typischerweise in der Kern- oder Atomphysik vor. Hier können Wechselwirkungen zwischen mehreren Teilchen oder externe Felder einen Zerfall des sonst stabilen Eigenzustands herbeiführen. Mit der Anzahl der beteiligten Teilchen bzw. der Komplexität der externen Felder wächst die Zahl der möglichen Zerfallswege in die verschiedenen partiellen “Kanäle”. Für ein detailliertes Verständnis solch komplexer Zerfallsprozesse ist ein effizienter Zugang zu den beteiligten partiellen Zerfallsraten bzw. partiellen Wirkungsquerschnitten notwendig.
Die Komplexe Rotation [1–4] ist eine leistungsfähige mathematische Methode, um Eigenschaften von Resonanzen zu bestimmen. Innerhalb einer normierbaren Basis wird der ein zerfallendes System beschreibende Hamiltonoperator einer bestimmten nichtunitären Transformation unterzogen, dadurch auf einen komplex-symmentrischen Operator abgebildet, und anschließend diagonalisiert. Damit können beispielsweise totale Zerfallsraten direkt aus den jeweiligen komplexwertigen Resonanz-Eigenwerten bestimmt werden. In dieser Arbeit wird eine Erweiterung der Methode vorgestellt, die einen Zugang zu partiellen Zerfallsraten ermöglicht. Dieser neue Formalismus wird an zwei elementaren Beispielen aus der Atomphysik getestet.
Zunächst untersuchen wir den Zerfall von Stark-Zuständen des Wasserstoffatoms, die durch ein statisches elektrisches Feld an das Kontinuum gekoppelt sind [5], in verschiedene Drehimpulskanäle. Als zweites Beispiel betrachten wir den Zerfall von “frozen planetary”-Zuständen [6, 7] in Helium. Hier kann eines der beiden Elektronen, vermittelt durch die abstoßende Wechselwirkung mit dem anderen Elektron, autoionisieren. Wir berechnen die partiellen Zerfallsraten doppelt angeregter Resonanzen in wasserstoffähnliche Zustände des verbleibenden, an den Kern gebundenen Elektrons.


SWD-Schlagwörter: Heliumatom
Freie Schlagwörter (deutsch): Autoionisation , partielle Zerfallsraten , komplexe Rotation
Institut: Physikalisches Institut
DDC-Sachgruppe: Physik
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 19.05.2011
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