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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-81202
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/8120/


Falk, Anne

Polysomnographische Analyse und subjektive Einschätzung des Schlafes von Rauchern im Vergleich zu Nichtrauchern

Polysomnographic analysis and subjective sleepevaluation of smokers compared with non-smokers

Dokument1.pdf (912 KB) (md5sum: 5b182a430e4447b342d4c1e1215a557f)

Kurzfassung in Deutsch

Es ist bekannt, dass Raucher gegenüber Nichtrauchern vermehrt unter Schlafstörungen leiden. Bisher gibt es kaum polysomnographische Studien, die dieses Phänomen untersuchten. Das Ziel der vorliegenden Studie war somit den Einfluss von Tabakrauch auf den Schlaf mit Hilfe der Polysomnographie und subjektiven Daten zu ermitteln. Dazu verbrachten 44 Raucher mit über 10-jährigem Tabakkonsum und einer hohen Nikotinabhängigkeit mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren jeweils zwei Nächte (Adaptation und Baseline) im Schlaflabor der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg. Diese Daten wurden mit gesunden Nichtrauchern, nach Alter und Geschlecht kontrolliert, verglichen. Es zeigte sich, dass die Gruppe der Raucher eine längere Einschlaflatenz und eine verlängerte Latenz der Stadien 1 und 2 hatten und die Schlafperiodendauer signifikant kürzer war. Im Tiefschlaf differierten die Gruppen untereinander nicht, allerdings gab es eine signifikante negative Korrelation zwischen dem SWS und der Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag. Der REM-Schlaf unterschied sich nur hinsichtlich der REM-Dichte, die bei Rauchern signifikant größer war. Zudem waren die Anzahl der Beinbewegungen und der Apnoe/Hypopnoe-Index bei Rauchern signifikant erhöht. Diese, in der Polysomnographie gezeigte Schlaffragmentierung bestätigte sich im PSQI (verminderte Schlafeffizienz der Raucher) und im SF-A (geringeres Gefühl des Erholtseins am Morgen unter den Rauchern). Des Weiteren entstanden Korrelationen zwischen dem Rauchstatus und dem Schlafverhalten, die sich auf den Schlaf negativ auswirkten.
Für weitere Studien ist die Untersuchung der Wirkung von Nikotin auf die Schlafregulation sowie die Behandlung der Frage, ob Nikotin ein eigenständiger Morbiditätsfaktor ist oder durch Schlafstörungen zu schlafassoziierten Erkrankungen und damit einer erhöhten Morbidität unter Rauchern führt, von Bedeutung. Erkenntnisse v.a. im neuroendokrinen Bereich könnten zum Verständnis und Behandlung der Nikotinabhängigkeit beitragen.


Kurzfassung in Englisch

It is known that smokers suffer more from sleep disturbances than non-smokers. Up to now there are hardly any polysomnographic studies investigating this phenomenon. The aim of the present study was to evaluate the influence of smoking tobacco on sleep by using polysomnography and subjective data. Therefore 44 smokers with an over ten years lasting tobacco consumption and a high nicotine addiction with a mean age of 30 years spent in each case two nights (adaption and baseline) in the sleep laboratory of the department of Psychiatry and Psychotherapy of the university hospital of Freiburg. These data were matched and controlled by age and sex and compared with data of healthy non-smokers. It was shown that the group of smokers had a longer latency to fall asleep and a longer latency of stage 1 and 2 and the sleep period time was significant shorter. In between the groups there were no differences in slow wave sleep but there was a significant negative correlation between SWS and the amount of cigarettes smoked daily. Despite there was no difference in the proportion of REM sleep, we found a significant higher REM-density among smokers. Furthermore the amount of leg movements and the apnoe/hopopnoe-index were significant higher in smokers. This fragmentation of sleep shown in the polysomnogaphy was confirmed in PSQI (reduced sleep efficiency in smokers) and in SF-A (less feeling of recreation in the morning in smokers). In addition we found correlations between smoking status and sleep behavior which have an negative influence on sleep. For further studies it is important to investigate the impact of nicotine on sleep regulation as responding to the question if nicotine is an independent factor of morbidity or if it is leading to sleep associated affections by sleep disturbances and for this reason cause a higher morbidity in smokers. Findings in the neuroendocrine sector could help understand and treat nicotine addiction.


SWD-Schlagwörter: Schlafforschung , Nicotin , Raucher
Freie Schlagwörter (englisch): Sleep , Nicotine , Smoker
PACS Klassifikation Alphabetic
Institut: Univ.-Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Riemann, Dieter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.04.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 07.06.2011
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