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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-8248
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/824/


Baermann, Christian

Einfluss der Neurotransmitter PACAP und VIP auf die Aktivität der Mitogen-aktivierten Proteinkinase in Astrozyten

Dokument1.pdf (2.354 KB) (md5sum: 7f74b343bc95cd9697f2e41ffc31f577)

Kurzfassung in Deutsch

PACAP und VIP sind Neuropeptide, die über mindestens drei gemeinsame Rezeptortypen agieren: PAC1, VPAC1 und VPAC2.
Dieser Arbeit liegen Versuche zugrunde, in denen gezeigt werden konnte, dass PACAP und VIP einen antiproliferativen Effekt auf kultivierte Astrogliazellen ausüben. Es ist bekannt, dass mitogene Reize über eine Aktivierung der MAPK zu zellulärer Proliferation und Differenzierung führen. Daraus ergab sich die Fragestellung, ob die Neuropeptide über eine Hemmung der MAPK zu dem antiproliferativen Effekt auf die Astrozyten geführt haben könnten. Es konnten die folgende Befunde erhoben werden:
·PACAP war in der Lage, die MAPK nach einer Stunde in konfluenten Zellen in serum-freien Medium zu stimulieren.
·In serumhaltigen Medium wurde nach vier Stunden Inkubationsdauer eine signifikante Hemmung der MAPK durch PACAP beobachtet.
·VIP hat in nanomolaren Konzentrationen zu einer Hemmung der MAPK geführt. Den hemmenden Effekt des EGF-Antagonisten Tyrphostin vermochte VIP weiter zu ver-stärken.
Da VIP die hemmenden Wirkungen auf die MAPK bereits in nanomolaren Konzentratio-nen gezeigt, ist anzunehmen, dass diese Effekte über die VPAC1/VPAC2-Rezeptoren verlaufen. Die bedingungsabhängige Stimulation der MAPK durch PACAP lässt sich am ehesten dem PACAP-selektiven PAC1-Rezeptor zuordnen. Welche intrazellulären Signalwege nach der Bindung an die PAC1- und VPAC1/2-Rezeptoren aktiviert werden und die stimulierenden oder hemmenden Effekte auf die MAPK ausüben, bleibt weiterhin unbekannt. Für die Beantwortung dieser Frage sind in weitere Versuche mit spezifischen Agonisten und Antagonisten der verschiedenen Signalwege notwendig. Von großer Bedeutung scheinen dabei die ras- und rho-GTPasen sowie die Proteinkinase A und C sowie ihre gegenseitigen Interaktionen infolge mitogener Reize zu sein. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der antiproliferative Effekt von PACAP und VIP auf kultivierte Astrozyten nicht iso-liert über eine Hemmung der MAPK erklären lässt.


SWD-Schlagwörter: MAP-Kinase , Vasoaktives intestinales Peptid , Glia , Neuropeptide
Freie Schlagwörter (deutsch): PACAP38 , ERK , p44/42-MAPK , Astrozyten
Institut: Inst. für Pharmakologie und Toxikologie
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum (bis Sept. 2002)
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Mayer, Dieter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.05.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 30.09.2003
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