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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-8286
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/828/


Wunsch, Alexandra

Psychische Komorbidität bei kardiologischen Patienten in der ambulanten und stationären medizinischen Rehabilitation

Dokument1.pdf (5.639 KB)

Kurzfassung in Deutsch

Epidemiologischen Untersuchungen zufolge liegt bei etwa jedem dritten kardiologischen Patienten zusätzlich zu seiner Herzerkrankung mindestens eine psychische Störung vor, meist eine depressive oder Angststörung. Angesichts der Befundlage muss davon ausgegangen werden, dass auch ein erheblicher Anteil kardiologischer Rehabilitanden psychische Beeinträchtigungen und Störungen aufweist.
Die zentralen Ziele der vorliegenden Studie liegen deshalb darin, die Prävalenzen psychischer Beeinträchtigungen und Störungen bei kardiologischen Reha-Patienten zu ermitteln. Zudem wird untersucht, inwieweit sich die eingesetzten Screeningverfahren GHQ-12 (General Health Questionnaire), HADS-D (Hospital Anxiety and Depression Scale) und DIA-X SSQ (Stamm Screening Questionnaire) dazu eignen, valide Hinweise auf psychische Störungen bei kardiologischen Rehabilitanden zu geben.
Das Studiendesign folgt einem zweistufigen Ansatz, in dem neben einer schriftlichen Befragung die Diagnostik psychischer Störungen mit dem standardisierten Interview CIDI DIA-X nach den Kriterien der Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV vorgenommen wird.
Insgesamt wurden 837 Patienten aus sechs Rehabilitationskliniken sowie 130 Patienten aus zwei ambulanten Reha-Einrichtungen befragt. Als Ergebnis der vorliegenden Arbeit lässt sich insgesamt festhalten, dass ein erheblicher Anteil sowohl der ambulanten als auch der stationären kardiologischen Rehabilitanden aktuelle psychische Beeinträchtigungen bzw. manifeste psychische Störungen aufweist. Dies unter-streicht die große Bedeutung einer effektiven Diagnostik und Therapie psychischer Störungen in der kardiologischen Rehabilita-tion, insbesondere in Anbetracht der in anderen Studien ermittelten weitreichenden Konse-quenzen psychischer Komorbidität bei körperlichen Erkrankungen. Wie in der Untersuchung ebenfalls gezeigt werden konnte, ermöglichen bereits kurze Screeningverfahren eine erste zeiteffiziente und valide Diagnostik der psychischen Symptomatik.


SWD-Schlagwörter: Epidemiologie , Kardiologie , Rehabilitation , Psychische Störung , Diagnostik
Freie Schlagwörter (deutsch): Komorbidität , Screening , psychische Beeinträchtigungen
Freie Schlagwörter (englisch): mental disorders , comorbidity , cardiac rehabilitation , epidemiology , screening
Institut: Psychologisches Institut
Fakultät: Philosophische Fakultät I (bis Sept. 2002)
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Bengel, Jürgen (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.01.2003
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 07.10.2003
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