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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-87641
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/8764/


Gnau, Dorothea

Person werden : theologische Anthropologie im Werk der gegenwärtigen orthodoxen Theologen Panagiotis Nellas, Christos Yannaras und Ioannis Zizioulas

Becoming a person : theological anthropology in the works of the orthodox theologians Panagiotis Nellas, Christos Yannaras and Ioannis Zizioulas

Dokument1.pdf (1.788 KB) (md5sum: 42390e1e41779492f66375c318c20f83)

Kurzfassung in Deutsch

In der vorliegenden Arbeit wird die theologische Anthropologie dreier griechisch-orthodoxer Theologen des 20. Jahrhunderts vorgestellt: Panagiotis Nellas (* 1936, + 1986), Christos Yannaras (* 1935) und Ioannis Zizioulas (* 1931).
Eine Darstellung des historischen Hintergrunds, vor dem ihr Ansatz und ihre Schwerpunkte zu verstehen sind, dient dazu zu zeigen, warum der Theologischen Anthropologie ein solch großer Stellenwert innerhalb ihrer Theologie zukommt. Darauf aufbauend werden nacheinander die Grundzüge der jeweiligen Anthropologie untersucht und in den weiteren Kontext des theologischen Schaffens des jeweiligen Autors eingeordnet.
Panagiotis Nellas, Christos Yannaras und Ioannis Zizioulas verbindet der Personbegriff, den sie als „In-Beziehung-sein“ verstehen. Er bildet den Kern ihres Menschenbilds. Bei genauerer Untersuchung wird deutlich, dass sich - trotz aller Gemeinsamkeiten - durchaus Unterschiede hinsichtlich der Vorgehensweise, der Akzentsetzung und der Verortung innerhalb des theologischen Ansatzes aufzeigen lassen, auch wenn diese Unterschiede keineswegs trennscharf auszumachen sind. Während Nellas primär philologisch von den Texten der Kirchenväter seinen Ausgangspunkt nimmt, deren aktuelle Relevanz er aufzeigen möchte, legt Yannaras seinen Schwerpunkt auf die philosophisch-ontologische Grundlegung seines relationalen Personbegriffs. Ihn entwickelt er, von der orthodoxen Tradition her, in deutlicher Abgrenzung von westlichen philosophischen Ansätzen und hier insbesondere in der Auseinandersetzung mit der Philosophie Martin Heideggers. Zizioulas hingegen setzt sich systematisch-theologisch mit den Begriffen „Person“ und „Gemeinschaft“ auseinander. Er arbeitet ihre Verankerung im trinitarischen Gottesbegriff heraus sowie ihre Implikationen für alle anderen Bereiche der Theologie, insbesondere für die Ekklesiologie.
Den unterschiedlichen methodischen Ansätzen korrespondieren die Schwerpunkte bei der Darstellung der praktischen Implikationen einer solchen Theologischen Anthropologie:
Panagiotis Nellas stellt, pastoral orientiert, die Bedeutung für das Leben des einzelnen Menschen heraus. Christos Yannaras hingegen ist die Profilierung einer eigenständigen orthodoxen Theologie und die Umsetzung der sich daraus ergebenden gesellschaftlichen Konsequenzen ein zentrales Anliegen. Ioannis Zizioulas wiederum arbeitet die ekklesiologischen Implikationen seines Personbegriffs heraus und zeigt ihre Bedeutung und die in ihr liegenden Chancen sowohl für die gegenwärtige Situation der orthodoxen Kirchen als auch für den ökumenischen Dialog.
Nachdem auf diese Weise, nach Autoren getrennt, die Theologische Anthropologie der drei Theologen untersucht wurde, bietet der letzte Teil der vorliegenden Arbeit eine zusammenfassende Darstellung der vier Dimensionen des Personbegriffs, der allen drei Autoren gemeinsam ist: „Person sein“, „Person werden“, „Person mit anderen“ und „Personsein für andere“.


Kurzfassung in Englisch

This dissertation deals with the theological anthropology of the three contemporary greek-orthodox theologians Panagiotis Nellas (* 1936, + 1986), Christos Yannaras (*1935) and Ioannis Zizioulas (* 1931).
First the reader is introduced to their social and theological roots and to contemporary movements which help to understand, why anthropology is of such an importance to their theology.
Based on this Panagiotis Nellas’, Christos Yannaras’ and Ioannis Zizioulas’ understanding of man, of his origin and destination is presented in three parts working out their basic lines, their methodology and showing what and where their theological anthropology is located within the context of their theology as a whole.
The center of Panagiotis Nellas’, Christos Yannaras’ and Ioannis Zizioulas’ anthropology is their understanding of the human being as a person, which means “being in communion”, that is: to be in relationship with others, with oneself and with God.
Although they all three agree with this understanding of the term person, the differences between them become obvious in the way they develop it, the sources they use and in their individual focus.
The last part of the thesis summarizes the three theologians’ understanding of man working out the main dimensions of the term person: “being a person“, “becoming a person“, “being a person together with others“ and “being a person for others“.



SWD-Schlagwörter: Theologische Anthropologie , Griechisch-orthodoxe Theologie , Orthodoxe Theologie , Giannaras, Chrestos , Zizioulas, Jean , Person / Begriff
Freie Schlagwörter (deutsch): Nellas, Panagiotis , Neopatristische Synthese ,
Freie Schlagwörter (englisch): Theological anthropology , orthodox , Ioannis Zizioulas , Christos Yannaras , Panagiotis Nellas
Thesaurus Sozialwissenschaften Theologie
Institut: Institut für Systematische Theologie
Fakultät: Theologische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Christliche Theologie, Christentum
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Greshake, Gisbert (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.07.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 11.10.2012
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