Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Eingang zum Volltext

Lizenz

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-88267
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/8826/


Muhr, Tanja

Gingivitis und Parodontitis bei Kindern und Jugendlichen - eine Untersuchung in einer ländlichen Zahnarztpraxis im Raum Karlsruhe

Gingivitis and periodontitis of children and adolescents - an investigation in a rural dental practice in the district of Karlsruhe

Dokument1.pdf (1.063 KB) (md5sum: da972cf92f11aa3efdfd017316e6bb0e)

Kurzfassung in Deutsch

Bei 402 Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und sechszehn Jahren wurde über einen Zeitraum von 6 Monaten die Mundgesundheit untersucht. Vorrangig sollte dabei das Auftreten parodontaler Erkrankungen ermittelt werden. Die Probanden, bei denen eine parodontale Erkrankung diagnostiziert wurde, wurden nach einem Jahr, nachdem sie an zwei Individualprophylaxesitzungen teilgenommen hatten, erneut untersucht. Zur Beurteilung der Mundgesundheit wurden sowohl bei der Erstuntersuchung, als auch bei der Nachuntersuchung folgende Indices herangezogen: DMF/T bzw. dmf/t, PI (Plaqueindex nach Silness und Löe), SBI (Sulkus-Blutungsindex nach Mühlemann und Son) und PSI (Parodontaler Screening-Index). Ferner wurden Erosionen nach dem Erosionsindex von Lussi et al. und vorhandene Rezessionen dokumentiert. Bei 25,9% der 402 Kinder konnte Gingivitis festgestellt werden. Aggressive oder chronische Formen einer Parodontitis traten bei keinem Probanden auf. Die geschlechtsspezifische Auswertung ergab keine statistisch signifikanten Unterschiede. 84 Patienten standen nach 12 Monaten für die Nachuntersuchung zur Verfügung. Die klinischen Ergebnisse zeigten bei 45,2% der Kinder eine persistierende Gingivitis, 54,8% zeigten gesunde parodontale Strukturen. Trotz zweimalig durchgeführter Individualprophylaxe verschlechterten sich die Mittelwerte aller 84 Kinder und Jugendlichen beim SBI, PI und DMF/T zwischen der ersten und der zweiten Untersuchung. Statistisch signifikant war die Zunahme der DMF/T-Mittelwerte bei den Jungen (p=0,01). Obwohl die Maßnahmen in der Prophylaxe, die Aufklärung der Eltern und Kinder über zahngesunde Ernährung und die Mundhygiene an Kindergärten und Schulen in den letzten Jahren intensiviert wurden, besteht in vielen Familien noch immer ein Defizit in der Umsetzung der vermittelten Inhalte. Es scheint, dass eine eher kleine Gruppe an Kindern und Jugendlichen die Mehrzahl der negativen Untersuchungsergebnisse auf sich vereint, so dass sich die Mittelwerte aller Kinder verschlechterten, obwohl mehr als die Hälfte der Probanden mit Gingivitis nach einem Jahr als parodontal gesund aus der Untersuchung entlassen werden konnte.


Kurzfassung in Englisch

402 children and adolescents, aged five - sixteen years, were investigated over six month for their oral health. The priority was to detect periodontal diseases. The children with the diagnosis of a periodontal disease were sent to the professional tooth cleaning for two times a year and then examined again. The first examination and the second examination included the DMF/T- respectively dmf/t-index, PI (Silness and Löe), SBI (Mühlemann ans Son) and PSI. The existence of dental erosion (Lussi et al.) and gingival recession was also proved. Gingivitis was found in 25,9 % of the 402 children. There was no one with an aggressive or chronic periodontal disease. No statistical significance was found between the gender of the children. 84 patients were disposal at the second examination. The clinical results showed an permanent existence of gingivitis in 45,2 % of the children, 54,8 % showed periodontal health. Though the patients were treated two times in professional-tooth-cleaning-sessions, their mean value of SBI, PI and DMF/T-index between the first and the second evaluation deteriorated. Statistical significant was the increase of the DMF/T-mean value of the male patients (p=0,01). In the last few years the instruction of children and their parents, of school and kindergarten teachers in the correct way of tooth brushing and healthy nourishment was intensified. But many families do not use this information. It seems that a small number of children and adolescents united the majority of the poor examination results, so that the mean values of all 84 examined children deteriorated though more than half of them showed periodontal health after one year.


SWD-Schlagwörter: Kind , Jugendlicher
Freie Schlagwörter (deutsch): Gingivitis , Parodontitis , Rezession , Erosion
Freie Schlagwörter (englisch): gingivitis , periodontitis , recession , erosion
Institut: Zahn-, Mund- und Kieferklinik
Fakultät: Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
DDC-Sachgruppe: Medizin und Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Erstgutachter: Ratka-Krüger, Petra (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.10.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 05.12.2012
Indexliste